Ratsbeschluss zu ethisch-ökologischen Geldanlagen – Finger: „Der Beschluss war überfällig“

Peter Finger, Fraktionssprecher der Ratsfraktion GRÜNE, hat den Beschluss des Rates begrüßt, bei Geldanlagen künftig auch ethisch-ökologische Kriterien zu berücksichtigen. Finger: „Der Beschluss des Rates war überfällig und schlägt ein neues Kapitel in der Anlagepolitik der Stadt Bonn auf.“ Nachdem der Finanzausschuss in seiner Sitzung am 19. März die Kämmerei beauftragt hatte, dem Rat eine Formulierung zu ethisch-ökologischen Geldanlagen vorzulegen und die Kämmerei diesen Auftrag einfach ignoriert habe, hätte der Rat eine Entscheidung treffen müssen. Künftig muss die Verwaltung einmal jährlich berichten, inwieweit bei den Anlagen ethisch-ökologische Kriterien eingehalten wurden.Finger: „Ich freue mich sehr, dass diese Entscheidung zugunsten einer modernen, auch an ethisch-ökologischen Kriterien orientierten Anlagepolitik ausgefallen ist. Es wird jetzt darauf ankommen, die Ausschlusskriterien für solche Geldanlagen festzulegen – es gibt hier bereits sehr konkrete Modelle in der Finanzwirtschaft.“ Geeignete Ausschlusskriterien können laut Finger u.a. sein: Agar-Gentechnik, Atomkraft, Spekulation mit Nahrungsmitteln, Fracking, Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen, Waffen und Rüstung, Zerstörung von Ökosystemen. Finger: „Das Thema ist also noch nicht zu Ende und muss weiter konkretisiert werden.“

 

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