Rheingarten: Kein Verständnis für fristlose Kündigung durch den OB Entscheidung hinter dem Rücken der Politik

Die Bonner Grünen haben mit großer Verärgerung auf die fristlose Kündigung des Oberbürgermeisters für den Rheingarten reagiert. Sie werfen der Stadtverwaltung vor, den Pächter `am langen Arm verhungert´ haben zu lassen und sehen eine ´eklatante Ungleichbehandlung´ gegenüber anderen Pächtern, etwa in der Godesburg. Die GRÜNEN wollen sich  mit der Entscheidung  des OBs nicht abfinden und den weiteren Betrieb  des Rheingartens sicherstellen.„Es ist sicher kein Zufall, dass die Entscheidung des OBs hinter dem Rücken der Politik eingefädelt wurde“ sagte Fraktionsgeschäftsführer Tom Schmidt. „Immer wieder hat man dem Pächter einen Pachtvertrag mit ausreichender Perspektive verweigert, angeblich um das Festspielhaus-Standort nicht zu gefährden. Faktisch wusste jeder, dass das Festspielhaus dort niemals gebaut werden würde. Aber um die Fassade aufrecht zu erhalten, wurde der Standort fahrlässig auf Spiel gesetzt. Die Suppe soll jetzt der Pächter und die Bürger auslöffeln, denen der Rheingarten jetzt nicht mehr zur Verfügung steht.“Scharf kritisierten die GRÜNEN auch die Informationspolitik der Verwaltung gegenüber der Politik.„Bei anderen Pächtern wird immer aktuell im Wirtschaftsausschuss berichtet, entwirft die Verwaltung immer neue Lösungsvorschläge, wenn Pächter ihre vertraglichen Vereinbarungen nicht einhalten. Diesmal schickt der OB die fristlose Kündigung ohne jede Information heraus, obwohl der Wirtschaftsausschuss am gleichen Abend zusammensaß. Wen die Pressesprecherin mit der informierten Politik meint, bleibt erst mal ihr Rätsel.“Die GRÜNEN wollen sich mit der Entscheidung nicht abfinden.„Der Rheingarten ist ein toller Standort, der bestehen bleiben muss. Wir erwarten jetzt von der Verwaltung umgehend Erklärungen, detaillierte Informationen und vor allem einen Vorschlag wie es weitergehen soll, “ meinte Schmidt. „Für uns ist bisher auch eine weitere Zusammenarbeit mit dem bisherigen Pächter nicht ausgeschlossen.“

 

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