Rodungsarbeiten auf dem Meßdorfer Feld müssen gestoppt werden

Die Grünen im Rat der Stadt Bonn fordern in einem gleichlautenden Schreiben an die Oberbürgermeisterin, sowie die Obere und Untere Landschaftsbehörde sowie in einem Dringlichkeitsantrag für die nächste Ratssitzung einen Stopp der Rodungsarbeiten auf dem Meßdorfer Feld im Bereich des sog. „Lorth-Zpfels“. Dazu erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Grünen, Brigitta Poppe:

 

„Die Rodungsarbeiten sind Konsequenz eines offenkundigen Verstoßes gegen Artenschutzbestimmungen, gegen den die bei der Stadt Bonn angesiedelte Untere Landschaftsbehörde nach Recht und Gesetz einschreiten muss. Denn im Biodiversitätsbericht der Stadt Bonn ist das Vorkommen der geschützten Zauneidechse entlang der Bahntrasse am Meßdorfer Feld dokumentiert. Es ist eine zwingende Schlussfolgerung, dass diese Art nicht nur auf der Bahntrasse, sondern auch unmittelbar im Plangebiet des Bebauungsplans „Am Bruch“ vorkommt und hier insbesondere die Flächen in und um die Schrebergärten zur Überwinterung und Fortpflanzung nutzt. Die Bahntrasse dient überwiegend ihrer Thermoregulation und Nahrungssuche.

 

Durch die Rodungsarbeiten werden auch die Schrebergartenflächen entlang der Bahntrasse gerodet und die Bodendecke vernichtet. Das führt zwangsläufig zur Tötung dieser streng geschützten Art sowie zur Zerstörung ihrer Fortpflanzungs- und Ruhestätten im Sinne von § 42 des Bundesnaturschutzgesetzes. Dementsprechend hätte für die jetzt durchgeführten Maßnahmen eine Ausnahmeentscheidung nach § 43 des Gesetzes beantragt und als Voraussetzung für den Beginn der Maßnahmen erteilt werden müssen. Wenn das nicht erfolgt ist, werden gegenwärtig nach § 42 des Gesetzes verbotene Handlungen durchgeführt, gegen die die zuständigen Behörden nach Recht und Gesetz einschreiten müssen.“

 

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