Runder Tisch soll die Planungen zum Holtdorfer Bach begleiten

Mit großer Mehrheit hat der Umweltausschuss am vergangenen Mittwoch dem Rat der Stadt Bonn einen Vorschlag für einen Runden Tisch zur Renaturierung des Holtorfer Baches vorgelegt. Vorangegangen waren ausführliche Diskussionen auch in der Bezirksvertretung Beuel, die sich ebenfalls nahezu einstimmig für den regelmäßigen prozessbegleitenden Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Bürgern rund um die Themen Holtorfer Bach und Holzlarer See ausgesprochen hatte.

 

Ausgangspunkt für die von den Grünen angeschobenen Beratungen war die breite Anerkennung, dass es einer verbindlichen Diskussions- und Austauschplattform bedarf, die zwischen berechtigten bürgerschaftlichen Interessen, gesetzlichen Vorgaben, politischen Wünschen und planerischen Vorschlägen vermittelt. Angesichts der bislang veröffentlichten Planungsvarianten hatte es eine breite und kontroverse Diskussion in der Öffentlichkeit gegeben, wie die gesetzlichen Vorgaben zur Renaturierung des Holtorfer Baches konkret umgesetzt werden sollten. „Eine Durchsetzung einzelner Planungsvarianten von oben ist für uns genauso unvorstellbar wie die Überbetonung einseitiger Interessenslagen“, so Krischan Ostenrath, grünes Mitglied im Umweltausschuss. „Wir sind in Sachen Holtorfer Bach auf die Zustimmung aller Beteiligten angewiesen, und genau deshalb führt kein Weg an einem ständigen Runden Tisch vorbei.“ 

 

„Zusätzlich zur Einrichtung eines prozessbegleitenden Runden Tisches wurde auch ein Fragenkatalog beschlossen. Damit erhält die Verwaltung nochmals Gelegenheit, Fragen zu beantworten, die in der Bürgerversammlung vom 7. Mai 2013 offen geblieben waren und sich sowohl auf den Zustand des örtlichen Abwasserkanals bezogen, wie auch auf die Art und das Ausmaß der gemessenen Schadstoffe in den Gewässerproben aus dem Holtorfer Bach“, ergänzt die Grüne Stadtverordnete Doro Schmitz.

 

Bereits auf einer Bürgerversammlung am 7. Mai hatte sich gezeigt, dass es weiterhin großen Diskussionsbedarf beispielsweise zu den baulichen Hintergründen, den Kosten und den ökologischen Konsequenzen der Renaturierungsvorschläge des Tiefbauamtes gibt. „Genau diese offenen Fragen müssen jetzt im Runden Tisch aufgegriffen und sachlich diskutiert werden“, so Ostenrath. „In diesem Zusammenhang bedanken wir uns auch ausdrücklich für die Unterstützung unseres Vermittlungsansatzes durch die Bonner Verwaltung und natürlich auch durch die Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktionen.“ Mit dem – im Vorfeld auch mit den zuständigen Behörden und beratenden Institutionen sowie dem ortsansässigen Bürgerverein abgestimmten – Konzept zum Runden Tisch Holtorfer Bach ist nun der Grundstein gelegt, um verschiedene Interessen auszugleichen und so zu einer vernünftigen Lösung zu kommen.

 

Ein Anliegen der Antragsteller war, dass die Mitglieder der Bezirksvertretungen teilnehmen. Der Bürgerbund wollte jedoch hier nur Vertreter des Umweltaus-schusses sehen, da der BBB selber kein eigenes Mitglied in der Bezirksvertretung Beuel hat.

 

Der neu eingerichtete Runde Tisch wird öffentlich tagen, nach detaillierten Vorbereitungen und Planungen werden die Termine öffentlich bekannt gemacht. Der Wortlaut der Ausschussempfehlung findet sich unter Opens external link in new windowwww2.bonn.de/bo_ris/daten/o/rtf/13/1311946EB5.rtf.

 

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