Runder Tisch zum Holzlarer See traf sich zum zweiten Mal: Verwaltung stellt neue Gutachten vor

Am 27.11.2014 tagte seit Januar 2014 zum zweiten Mal der Runde Tisch „Renaturierung Holtorfer Bach/ Holzlarer See“ öffentlich im Beueler Rathaus. Matthias Franke vom Tiefbauamt stellte das Niederschlag- Abflluss- Modell zum Vilicher Bach und Ankerbach vor. Dies gilt als eine der Grundlagen, auf der die Thematik um den Holtorfer Bach und den Holzlarer See – auch unter dem Aspekt einer Starkregenproblematik – diskutiert werden muss. Anschließend stellte Dipl.Ing.Agr. Helmut Dahmen erstmals die Ergebnisse der FFH (Fauna-Flora-Habitat) – Verträglichkeitsprüfung und der Artenschutzprüfung vor. Dazu die Beueler Fraktionssprecherin Doro Schmitz: „Diese Gutachten wurden von den Teilnehmern des Runden Tisches bereits mit Spannung erwartet. Sie bieten eine wichtige Grundlage, auf der verschiedene Lösungsmodelle zur gesetzlich erforderlichen Verbesserung der Gewässersituation im Gebiet des Holzlarer Sees durchgespielt werden können.“ Die Grüne Fraktion Beuel bedauert, dass den Teilnehmern des Runden Tisches die neuen Dokumente vor dem Treffen nicht zugänglich gemacht, sondern erst in der Sitzung selbst vorgestellt wurden. „Wären die Inhalte uns vorher bekannt gewesen, hätten auch unsere Fachkolleginnen und Kollegen aus dem Umweltausschuss ihre Meinung dazu abgeben können“, so der stellvertretende Bezirksbürgermeister Werner Rambow.Deshalb hält es die Grüne Fraktion für verfrüht, schon jetzt einen Konsens zu formulieren. Dafür bedarf es weiterer Diskussionen bei den nächsten Treffen des Runden Tisches – auch mit Vertretern von politischer Seite und von Bürgervereinen, die diesmal nicht anwesend waren. Die Grüne Fraktion kritisiert, dass der Termin für den Runden Tisch zeitgleich zum Termin der Umweltausschusssitzung erfolgte, sodass die politischen Vertreter/innen aus dem Facharbeitskreis Umwelt nicht am Runden Tisch teilnehmen konnten. Werner Rambow bilanziert: „Die Verwaltung hat mit der Vorstellung der Gutachten die Gründe für eine Realisierung der von ihr bevorzugten Variante belegt. Das ist ein guter Anfang, aber wir sollten alternative Lösungen nicht aus den Augen verlieren. Der Runde Tisch wurde geschaffen, um im Konsens unter breiter Beteiligung auch der Bürgervereine eine optimale Lösung vor Ort zu erreichen, die sowohl den gesetzlichen Vorgaben der EU-Wasser-Rahmen-Richtlinie gerecht wird, als auch den ökologischen Anforderungen, und die von den Bürgerinnen und Bürgern akzeptiert werden kann.“ Die Grüne Fraktion schlägt vor, dass die Gutachten für alle Interessierten auf den Seiten der Stadt Bonn eingestellt werden.

 

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