Samstags statt Ganztag ist der falsche Weg!

?Was Schulministerin Sommer im Schilde führt,? so die schulpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion Katja Dörner, ?ist sowohl familien- als auch arbeitnehmerfeindlich. Gerade eine Partei wie die CDU, die sich gerne als familienfreundlich geriert, arbeitet zusehends an der Zerschlagung von Familien. Während die Eltern durch die immer ungehemmtere Flexibilisierung der Arbeitszeiten kaum noch Zeit für ihre Kinder finden, sollen die nun samstags, wenn Vater und Mutter vielleicht frei haben, die Schulbank drücken.?

 

Die Schulen, kritisieren die Grünen, müssten nun die Zeche für die vom Land gewollte Verkürzung der Schulzeiten zahlen. Dörner: ?Die bedeutet schon für Fünf- und Sechstklässler eine enorme Ausweitung der Wochenstunden. Anstatt zielgerichtet den Ganztag auch an Gymnasien auszubauen, lässt Frau Sommer die Kommunen mit finanziellen und räumlichen Problemen im Regen stehen. Sie nun mit der Sechs-Tage-Woche zu beglücken, ist zynisch. Das unsinnige Modell der Schulzeitverkürzung, wie es in NRW umgesetzt wird, erfordert den Ausbau der Gymnasien zu Ganztagsschulen?

 

Nach Auffassung der Grünen wurde bei der Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur nicht überdacht, wie man einen gut organisierten Ganztag einführt. Dazu gehört eine Mensa genauso wie ein Freizeitbereich, die aber in den meisten Bonner Gymnasien nicht vorhan-den sind. Die Versorgung mit Mittagessen wird ?irgendwie? geregelt, häufig auf dem Rücken von Elternvereinen. Das Land lässt die Kommunen mit dieser Problematik im Stich, die Ausbauten der Schulen müssen sie selbst zahlen und hier setzen die finanziellen Gegebenheiten eindeutige Grenzen.

 

Die Grünen hoffen, dass die Bonner Schulen – noch sieht der Erlass Freiwilligkeit vor – dem Druck nicht nachgeben. Dörner: ?Das sind sie Schülern, Eltern und Lehrern schuldig.?

 

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