Schnee darf in Bonn nicht immer gleich zum Verkehrschaos führen

Der Bonner Landtagsabgeordnete Rolf Beu und Andreas Falkowski, der Sprecher vom Ortsverband Bad Godesberg von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, haben in ihren Gesprächen mit der Stadtverwaltung auch in diesem Jahr wieder betont, dass die Radwege in Bonn auch in diesem Winter unbedingt wieder umfassend in den Winterräumdienst integriert werden müssen.

 

Rolf Beu: „Die vielen Straßen in Bonn schneefrei zu halten ist jedes Jahr eine arbeitsreiche Aufgabe und ich habe vollstes Verständnis, wenn die Räum- und Streudienste nach einem bestimmten System und vor allem nach ausgewählten Prioritätenlisten vorgehen, nach denen zum Beispiel Hauptverkehrsstraßen und die Linienwege der Busse eindeutig Vorrang haben. Nach der Umstellung in der Gesellschaftsform gab es in den letzten Tagen hierbei gewisse Startschwierigkeiten, doch ich erwarte, dass die bonnorange AÖR nun umgehend endlich nachhaltige Lösungsstrategien entwickelt, wie der ÖPNV in Bonn an den wenigen Schneetagen im Rheinland nicht im allgemeinen Chaos untergeht und wie hierfür die Schneeräumung noch weiter optimiert werden kann. Bei entsprechenden Wettervorhersagen muss einfach in einer Stadt wie Bonn genügend Personal bereit stehen, um im Ernstfall, wie in den letzten Tagen, sofort reagieren zu können. Aber genauso sehe ich auch die Stadtwerke in der Pflicht, in einem solchen Fall für entsprechende Verstärkungs- und Ersatzfahrten zu sorgen und eine richtige Fahrzeug-Zielbeschilderung sicherzustellen.Für die nächsten Schneefälle erwarte ich hier deutliche Verbesserungen von allen Beteiligten bei der Stadtverwaltung, bei der bonnorange AÖR und bei den Stadtwerken.Bei allen Problemen der letzten Tagen, darf aber auch der Winterdienst auf den Radwegen nicht vergessen werden. Hier gilt eine ähnliche Prioritätenreihung, nach der die Hauptradrou-ten zuerst vom Schnee befreit werden. Um dies auch noch besser zu gewährleisten, wurden auf Beschluss der schwarz-GRÜNEN Stadtratskoalition im Herbst 2011 extra auch Räum-fahrzeuge speziell für die Radwege angeschafft, welche durch ihre Flexibilität auch ganzjährig zu anderen Zwecken eingesetzt werden können.“

 

Andreas Falkowski: „In Gesprächen mit der Stadtverwaltung haben wir auch in diesem Jahr nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es in Bonn auch im Winter eine Vielzahl von Radfahrerinnen und Radfahrern gibt, die sich auch von Minusgraden nicht vom Radfahren abhalten lassen. Trotz unserer Bemühungen, den Winterdienst in Bonn auf den Radwegen zu verbessern, werden immer noch häufig  viele Radlerinnen und Radler gezwungen die Fahrbahn zu benutzen, weil die Radwege oder die Fahrradschutzstreifen am Fahrbahnrand nur unzureichend geräumt sind. Diese für die Autofahrerinnen und Autofahrer ungewohnte Situation führt dann oft zu gefährlichen Situationen für alle Verkehrsteilnehmer. Wir möchten nochmal alle Verkehrsteilnehmer auf diese Situation und die dazu gehörende nötige Vorsicht und Umsicht bitten. Die entsprechenden Hinweise, falls den Bonner Bürgerinnen und Bürgern ungeräumte Radwege auffallen, können uns gern an andreas.falkowski(at)landtag.nrw.de oder telefonisch 0228 24 20 755 gemeldet werden. Wir werden die Informationen sammeln und uns dafür einsetzen, dass diese Routen schnell wie-derbefahrbar gemacht werden.“

 

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