Schülerdemo für bessere Bildungspolitik: Grüne rufen zur Beteiligung auf

Bei den Demonstrationen stehen unter anderem das Turbo-Abi, die miserable Ausstattung an den Schulen und überfüllte Klassen im Fokus der Forderungen.Die Grünen fordern die Schulleitungen auf, die Schülerinnen und Schüler, die an einer Schülerdemo teilnehmen wollen, freizustellen. „Freie Meinungsäußerung ist ein Grundrecht und es ist völlig richtig und höchste Zeit, dass Schülerinnen und Schüler davon auch Gebrauch machen, um auf das miserable Bildungssystem aufmerksam zu machen“, so die grüne Sprecherin Dorothee Paß-Weingartz.Die Intervention der Bezirksregierung, etwaige Anträge der SchülerInnen auf Beurlaubung oder Befreiung für diese Demonstration nicht zu genehmigen, bezeichnen die Grünen als unpassend und als den Versuch, weiter Druck auf die SchulleiterInnen und Schüler auszuüben, die Missstände des Schulsystems nicht weiter an die Öffentlichkeit zu befördern. Schließlich richten sich die Proteste vor allem gegen die herrschende Politik.Paß-Weingartz:“ Die SchülerInnen sind die am meisten Betroffenen in diesem schlechten Bildungssystem. Dass sie auf die Straße gehen, gehört unterstützt, nicht unterdrückt. Man stelle sich doch nur vor, streikende ArbeitnehmerInnen dürften das nur in ihrer Freizeit tun – das ist doch lächerlich.Paß-Weingartz verweist hier auf die Aussage der Bezirksregierung, die SchülerInnen könnten außerhalb der Unterrichtszeiten streiken.Die Grünen appellieren auch an die Eltern, ihren Kindern die Teilnahme an der Demonstration zu erlauben. Die Proteste gegen das Schulsystem müssen sich zu einer riesigen Welle entwickeln, damit sich die verantwortlichen PolitikerInnen endlich einer grundsätzlichen Erneuerung des Schulsystems stellen – weg von Ausgrenzung, Auslese und Chancenlosigkeit.Gruene.ratsfraktion(at)bonn.de; Tel.: 0228 – 77 2073

 

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