Schulbücher:

Verwaltung streicht Übernahme des Elternanteils für Lernmittel für Kinder von Eltern mit geringem Einkommen. 

 

Schwarz-Grün nimmt diese Streichung unverzüglich zurück.In der letzten Schulausschusssitzung hatte die schwarz-grüne Koalition beantragt, dass die Verwaltung vorlegt ob und – wenn ja – welche Leistungen sie aufgrund der Haushaltssperre kürzt oder gar streicht. In einer Mitteilung zum jetzigen Schulausschuss berichtet die Verwaltung, dass „folgende aufgeführte Leistung aufgrund der Haushaltssperre derzeit nicht mehr erbracht werden: „Erweiterte Lernmittel – 60.000 Euro.“ Bei diesem Geld handelt es sich um den Eigenanteil der Eltern bei der Beschaffung von Schulbüchern für Kinder aus Familien, die SGB XII und II beziehen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten oder die im Besitz eines Bonn-Ausweises sind. Dies hatte der Rat zuletzt in 2010 einstimmig beschlossen. Doro Paß-Weingartz, Sprecherin der Grünen Ratsfraktion und Martin Berg, schulpolitischer Sprecher der CDU: “Diese Entscheidung der Verwaltung werden wir nicht hinnehmen; diese Einsparung trifft Kinder, die bereits jetzt in Armut leben. Gleichermaßen fordern wir die Verwaltung auf vorzulegen, welche anderen freiwilligen Maßnahmen finanziert werden – da gibt es noch einige. Außerdem hätten wir erwartet, dass Beschlüsse des Rates, die von der Verwaltung nicht mehr umgesetzt werden, den entsprechenden Gremien vorher vorgelegt werden.“ Bonn ist eine weltoffene Stadt, die sich der Inklusion verpflichtet fühlt, dazu gehört vor allem die Möglichkeit der Teilhabe. Für Eltern, die sehr wenig Einkommen haben ist der Eigenanteil für die Schulbücher, vor allem bei mehreren Kindern, eine große finanzielle Belastung. Um sicherzustellen, dass alle Kinder mit den entsprechenden Schulbüchern ausgerüstet sind, hatte der Rat diesen Beschluss bereits zweimal in den letzten Jahren gefällt.

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld