Schulpolitik: Große Koalition lehnt Elternbefragung ab

Die grüne Sprecherin Dorothee Paß-Weingartz:? An den Bonner Gesamtschulen mussten für das kommende Schuljahr mehr als die Hälfte der Kinder abgelehnt werden ? die einzige Schulform, in der Kinder mit unterschiedlichen Begabungen bis mindestens zum 10. Schuljahr gemeinsam lernen. Die abgelehnten Kinder mussten sich einen Platz in einer anderen Schule suchen. Die Oberbürgermeisterin hatte in der Ratssitzung im März dieses Jahres den Eltern zugesagt, die Einrichtung einer Verbund- oder Gemeinschaftsschule zu prüfen. Passiert ist bisher genau nichts.?

 

Eine Elternbefragung zu Beginn des neuen Schuljahres wäre nach Auffassung der GRÜNEN die richtige Grundlage für die weitere Schulplanung. Das Argument der Verwaltung, die bindenden Grundschulgutachten seien ausschlaggebend und nicht der Wunsch der Eltern halten die Grünen für ?an den Haaren herbeigezogen.? Ganze 37 von knapp 3000 Bonner SchülerInnen nahmen an dem Prognoseunterricht teil ? d.h., noch nicht einmal 2% der Eltern wünschten eine andere Schullaufbahn für ihre Kinder als im Grundschulgutachten empfohlen. Außerdem steht das Recht der Eltern auf freie Schulwahl immer noch in der Landesverfassung.

 

Paß-Weingartz:? Über ein Drittel der Eltern der jetzigen ViertklässlerInnen wünschten hingegen einen Gesamtschulplatz, und damit einen Schulplatz, der noch nicht so frühzeitig festlegt, zu welchem Abschluss das Kind gelangt. Für weniger als die Hälfte der Kinder stand ein solcher Schulplatz zur Verfügung.?

 

Die GRÜNEN werden ihren Antrag erneut in die nächste Ratssitzung einbringen.

 

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