Schwerstabhängige: Vergabeorte erhalten

Die Fraktionen von CDU und GRÜNEN im Rat der Stadt bedauern, dass die Landesregierung ihre Unterstützung für den Heroin-Versuch in Bonn beendet. Dazu erklären die sozialpolitischen Sprecher/innen Ingeborg Cziudaj (CDU) und Dr. Detmar Jobst (GRÜNE):

 

„Auf der neuen bundesweit gültigen Gesetzesgrundlage über die Anwendung von Heroin als Medikament besteht jedoch jetzt prinzipiell die Möglichkeit, schwerstabhängige Drogenkranke regulär mit Heroin zu behandeln. Die Stadtratsfraktionen von CDU und GRÜNEN prüfen derzeit, wie die weitere Versorgung der ca. 30 noch im Heroin-Versuch Verbliebenen sichergestellt werden kann. Dem Erhalt der vorhandenen Vergabe- und Konsumorte in Bonn kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Hier sind Fachkräfte vorhanden und die baulichen Sicherheitsvorschriften bereits umgesetzt, so dass nach Ansicht von CDU und GRÜNEN die Bonner Verwaltung eine sehr gute Grundlage vorfindet, um weitere Schritte zu unternehmen.

 

Kontakte mit den Genehmigungsbehörden, mit der Medizinischen Klinik III. (ehem. Med. Poliklinik) sowie Gespräche mit dem Verein für Gefährdetenhilfe (VfG) und der Spitzenorganisation der Krankenkassen sind dabei zielführend und sinnvoll.“

 

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