Sicherung der Lindenallee

Bündnis 90/ DIE GRÜNEN  haben sich in der Vergangenheit und werden sich auch in der Zukunft für den Erhalt der Lindenallee für das geplante Baugebiet „An den Lappenstrünken“ einsetzen. Das durch die Politik eingeforderte Gutachten zu den Auswirkungen der geplanten Baumaßnahmen auf die Alleebäume kommt zu dem Ergebnis, dass ohne Einhaltung von Schutzmaßnahmen die Alleebäume nicht zu retten sind.

 

Als besonders problematisch wird das Anlegen der Hauszugänge, der öffentlichen Fußgängerwegen und Parkbuchten vor den Häusern beurteilt. Eine Vermeidung von Wurzelschäden  und damit eine langfristige Schädigung der Bäume auf Grund von Verdichtung durch das Überfahren mit schweren Baustellenfahrzeugen können durch das umfangreiche Aufstellen von Baumschutzzäunen während der gesamten Bauphase erreicht werden. Mit dem Aufstellen der Bauzäune würde jedoch nur ein begrenzter Arbeitsraum für die Baustellenumsetzung zur Verfügung stehen. Daraus ergibt sich die logische Konsequenz, dass das zukünftige Baugebiet nicht über die Hainstraße erschlossen werden kann.

 

„Wir sind sehr froh, dass das Baumgutachten eine so eindeutige Aussage getroffen hat und eine Erschließung über die Hainstraße praktisch nicht umsetzbar und damit nicht möglich ist“, so die GRÜNEN Fraktionssprecherin der Bezirksvertretung Hardtberg Getrud Smid. „Wir werden uns ebenfalls für die Vervollständigung der Allee einsetzen, denn zur Zeit ist sie an manchen Stellen lückig. Leider wurde mir das Gutachten erst kurz vor der Bezirksvertretungssitzung von der Verwaltung ausgehändigt, so dass ich zu diesem Zeitpunkt noch keine genau Kenntnis von dem Inhalt hatte“.

 

„Seit dem ersten Gedanken, „Zu den Lappenstrünken“ zu einem Baugebiet zu machen, war es unser Anliegen, die ökologisch und ästhetisch wertvolle Lindenallee zu schützen. Für die Lindenallee, die durch das Alleenkataster der Landes NRW geführt wird und durch das Landschaftsgesetz unter Schutz steht, müssen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, diese Bäume in ihrem Bestand langfristig zu sichern. Wurzelverletzungen und Bodenverdichtungen sind unsichtbar und zeigen sich an den Bäumen erst Jahre später durch das Absterben von Ästen und irgendwann vom ganzen Baum“, so die Umweltpolitische Sprecherin Brigitta Poppe. „Daher sprechen wir uns für einen Erschließung des Baugebiets über die Provinzialstraße aus“.

 

Hartwig Lohmeyer, planungspolitischer Sprecher der Grünen ergänzt: „Es darf aber auch Jedem klar sein, dass unter dem Vorwand des Baumschutzes nicht das Bauvorhaben in Gänze in Frage gestellt werden kann. Wir werden uns dafür einsetzen, dass das Bebauungsplan-Verfahren, mit einer neuen Offenlage, die lediglich die Erschließung über die Provinzialstraße vorsieht, von der Verwaltung prioritär durchgeführt wird. Damit könnte eine Schaffung von dringend benötigten Wohnraum zeitnah geschaffen, die Allee zukunftssicher erhalten und Endenich vor weiteren Verkehrsströmen geschützt werden.“

 

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