Sparkasse KölnBonn: Bilanz 07 ernüchternd – Operatives Geschäft gut!

Die Sparkasse erzielt keinen Gewinn, zahlt infolgedessen keine Gewerbesteuern, an Ausschüttung ist erst recht nicht zu denken. Das trifft Bonn in einer ohnehin angespannten finanziellen Lage hart.

 

Positiv bleibt aber festzuhalten, dass sich die Sparkasse angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen im operativen Geschäft gut geschlagen hat – dies zeigt, dass die Sparkasse über ein stabiles Geschäftmodell mit Wachstumschancen verfügt.Das schlechte Ergebnis hat im Wesentlichen 2 Ursachen.Zum einen die äußerst risikoreichen Beteiligungen der Sparkasse, die zu hohen Abschreibungen geführt haben. Hier handelt es sich ausnahmslos um Kölner Altlasten, für die die Bonner aufgrund der Fusion nun mit abgestraft werden. Hier bleibt festzuhalten, dass seitens der Kölner Stadtsparkasse bei den Fusionsverhandlungen die Karten nicht so auf den Tisch gelegt wurden, wie man das hätte erwarten müssen.

 

Zum anderen wird das Ergebnis stark negativ beeinflusst durch die desaströse Geschäftspolitik rund um die West LB. Hier hat es sowohl maßgeblich an internen Kontrollmechanismem gemangelt, als auch am nötigen Weitblick der Landesregierung, die die notwendigen strategischen  Weichenstellung blockiert hat. Die Suppe die die Landesregierung eingebrockt hat, dürfen die Sparkassen und letztlich die Bürger auslöffeln.Die Situation der WestLB bleibt ein Damoklesschwert über den Sparkassen, weil die WestLB bis heute über kein funktionierendes Geschäftsmodell und keine aussichtreiche Perfektive verfügt.

 

Dem neuen Vorstand der Sparkasse gilt mein Dank und er hat mein Vertrauen, weil er in einer schwierigen Situation  auf Transparenz gegenüber dem Verwaltungsrat und der Öffentlichkeit gesetzt hat. Zu diesem Weg gibt es aus meiner Sicht auch keine Alternative.Nur Transparenz schafft Vertrauen und Vertrauen ist und bleibt das wichtigste Kapital der kommunalen Sparkassen.

 

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