Sparkasse Köln/Bonn: GRÜNE kritisieren Beratervertrag mit Bietmann als „absolut instinktlos"

„Mir ist es absolut schleierhaft, wie ein Sparkassenvorstand auch nur auf die Idee kommen konnte, einem Mann, der bis 2004 noch Verwaltungsratvorsitzender der Sparkasse war, einen solchen Vertrag anzubieten“, sagte Fraktionsgeschäftsführer Tom Schmidt. „Wenn derjenige, der kurz zuvor noch die Funktion des obersten Kontrolleurs des Vorstandes innehatte, nun nur  ein knappes Jahr später von diesem Vorstand mit einem üppigen Beratervertrag versorgt wird, dann muss sich niemand wundern, wenn das für die Öffentlichkeit einen üblen Beigeschmack bekommt.“

 

Völlig unverständlich sei für die GRÜNEN darüber hinaus, dann der Vertrag so strukturiert worden sei, dass unabhängig von konkreten Leistungen ein festes Monatshonorar über 4 Jahre vereinbart worden sei.„Warum sind nicht, wie sonst auch üblich, ausschließlich Honorare für zuvor belegte Leistungen gezahlt worden?“ fragen die GRÜNEN.

 

Scharf kritisierte die GRÜNEN auch das Krisenmanagement der Sparkasse.„Während der von der Sparkasse beauftrage Gutachter nach monatelangen Recherchen in Bezug auf den Beratervertrag laut Medienberichten ausführt, `Unterlagen für erbrachte Leistungen lägen nicht vor`, wird der Pressesprecher der Sparkasse mit der Aussage zitiert, Bietmann habe in 2006/07 umfangreiche und thematisch unabhängige Leistungen für den Konzern Sparkasse erbracht und zum Erfolg geführt`. Was gilt denn jetzt?“ fragt Schmidt. „Darüber hätten wir gerne seitens des Vorstandes eine glasklare Auskunft.“Die Aussage von Bietmann selber, er ´hätte die Unterlagen umgehend geliefert, wenn man ihn angesprochen hätte` deuteten jedenfalls darauf hin, das solche Unterlagen der Sparkasse bisher nicht vorgelegen hätten und auch von dieser nicht eingefordert worden seien.Tom Schmidt: „Dann stellt sich allerdings die Frage: Auf welcher Grundlage hat man dann gezahlt? Das muss zügig und rigoros aufgeklärt werden.“

 

Einschneidende Konsequenzen forderten die GRÜNEN für die Informationspolitik des Vorstandes an den Verwaltungsrat.„Es kann nicht dabei bleiben, dass der Verwaltungsrat immer erst informiert wird, wenn das ´Kind in den Brunnen gefallen ist`. Die notwendige effektive Kontrolle ist so nicht möglich.“

 

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