Sparkasse KölnBonn: Schröder und Bietmann sollen sich dem Verwaltungsrat stellen

GRÜNE sehen erst „Spitze des Eisberges“

 

Transparenz und einschneidende Konsequenzen notwendig

 

Die GRÜNEN sehen die Sparkasse KölnBonn bei der Aufklärung und Bewältigung ihrer jüngeren Vergangenheit erst am Anfang. Sie forderten den Ex-Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Gustav Adolf Schröder und den Ex-Verwaltungsratvorsitzenden Bietmann auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und sich nicht länger „hinter ihren Anwälten zu verstecken“. Den Verwaltungsrat sehen sie in der Verantwortung, seine Kontrollfunktion wesentlich effektiver zu organisieren, als in der Vergangenheit.

 

„Ich fürchte, wir sehen in Bezug auf die Aufarbeitung der jüngeren Vergangenheit erst die Spitze des Eisberges“, sagte der Fraktionsgeschäftsführer der Bonner GRÜNEN, Tom Schmidt. „Nach den Informationen der letzen Wochen und Tage drängt sich der Eindruck auf, dass es sich nicht nur um die Aufdeckung von Einzeltaten und –tätern handelt, sondern dass sich innerhalb der Sparkasse ein System etabliert hatte, das systematisch die vorgesehen Kontrollfunktionen außer Kraft gesetzt hat.

 

So weh es zunächst für das Ansehen der Sparkasse auch tun mag, wir haben nur eine Chance das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zurück zu gewinnen, wenn wir ohne Ansehen der Person ‚jeden Stein in der Sparkasse umdrehen‘ und die Öffentlichkeit offensiv über das Ergebnis und die Konsequenzen, die wir daraus ziehen, informieren.“

 

Dabei müsse allerdings darauf geachtet werden, dass „der Botschafter nicht für die schlechten Nachrichten verantwortlich gemacht“ werde.

 

„Der Job von Herrn Grzesiek ist zur Zeit sicher nicht vergnügungssteuerpflichtig, wir können froh sein, dass er völlig unbelastet an die die Arbeit gehen kann“, meinte Schmidt.

 

Die GRÜNEN forderten den Ex-Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Gustav Adolf Schröder und den Ex-Verwaltungsratvorsitzenden Bietmann auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen:

 

„Ich finde es unerträglich, wenn etwa im Fall ‚Josef Müller‘ von Schröders Anwälten lediglich auf die mögliche Verjährung hingewiesen wird,“ sagte Schmidt. „Denn selbst wenn die Tat strafrechtlich verjährt sein sollte, ist doch die Verantwortung von Herrn Schröder, Herrn Müller und allen sonstigen Beteiligten damit nicht einfach aus der Welt geschafft.“

 

Schmidt forderte Schröder und Bietmann auf, sich dem Verwaltungsrat der Sparkasse direkt zu stellen, ihre Verantwortung zu klären und die Fragen des Kontrollorgans zu beantworten.

 

Konsequenzen fordern die GRÜNEN auch für die Arbeit des Verwaltungsrates. „Der am Wochenende bekannt gewordene Beschluss aus dem Jahr 2000 ist für den alten Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Köln selbst ein GAU“, sagte Schmidt. „Wenn ein Verwaltungsrat seinem Vorstandsvorsitzenden eine Nebentätigkeit für einen Investor genehmigt, ohne dessen Namen und damit ohne seine möglichen Verflechtungen zur Sparkasse selbst zu kennen, dann attestiert er sich selbst das Fehlen von jedem ernsthaften Anspruch an seine eigentlichen Aufgabe, nämlich der Kontrolle der Arbeit des Vorstandes und der Ausrichtung der Arbeit des Institutes gerecht zu werden.“

 

Auch die Arbeitsbedingungen des derzeitigen Verwaltungsrates seien  „alles andere als optimal“ gewesen.

 

„Ich habe das in der Vergangenheit immer wieder moniert“, sagte Schmidt. „Wir brauchen auch bei dieser Arbeit dringend einen Neuanfang.“

 

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