Sparkassen: Brüsseler Kompromiss ist Einfallstor!

?Der Kompromiss ist eher ein Einfallstor als ein Stoppschild für die Privatisierung von Sparkassen?, sagte Schmidt. ?Nach aller Erfahrung wird sich der Sonderfall sehr schnell zum Präzedenzfall entwickeln.?

 

Aus Sicht der GRÜNEN sind die Forderungen der EU in Bezug auf die mögliche Privatisierung von Sparkassen schlicht unverständlich.?Da wird unter dem Deckmantel der Forderung nach mehr Wettbewerb, der ja eigentlich dem Verbraucher zugute kommen sollte, genau der Verbrauchschutz massiv ausgehöhlt?, sagte Schmidt.Zukünftig werde es dem Kunden kaum mehr möglich sein zu erkennen, welches Produkt sich hinter dem Siegel Sparkasse verberge.?Es läuft darauf hinaus, dass da wo Sparkasse drauf steht, zukünftig nicht mehr zwingend Sparkasse drin ist.?Die GRÜNEN wiesen darauf hin, dass die Sparkassen nicht nur verpflichtet seien, ihre Gewinne gemeinnützig zu verwenden, sondern auch unverzichtbar seien, um die Grundversorgung der Bevölkerung mit Finanzdienstleistungen sicherzustellen.?In Ländern in denen es vergleichbare Institute wie unsere Sparkassen nicht mehr gibt, wie etwa Italien oder Großbritannien geht der Anteil der Bevölkerung, der kein Konto mehr zur Verfügung gestellt wird, z.T. in den zweistelligen Prozentbereich. Das bedeutet für die Betroffenen eine massive Ausgrenzung aus dem gesellschaftlichen Leben. In Deutschland stellen allein die Sparkassen diese Versorgung sicher.?

 

Schmidt forderte, dass die Sparkassen zukünftig offensiver in der Öffentlichkeit für ihr Geschäftsmodell werben.?Es muss mehr bisher deutlich werden, dass es bei dem Streit nicht darum geht, ein verstaubtes Sparkassenmonopol zu retten, sondern um ein Bankmodell, dass sein Geschäftsziel nicht allein der Rendite, sondern in vielfältigen Ausprägungen nach dem Gemeinwohl ausrichtet, ? sagte Schmidt.

 

Er forderte von den Sparkassen zukünftig die ausdrückliche öffentliche Ausweisung ihrer jeweiligen Sozialbilanz.?Wenn die Sparkassen transparent machen, was sie in und für ihre Region tun und dafür um Zustimmung werben, haben sie auch die Chance  die Bevölkerung als Verbündete zu gewinnen, die es der Politik in Brüssel und anderswo schwer machen dürfte, die Privatisierung der Sparkassen voranzutreiben!?

 

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