Spontanes Verhalten am Wahlkampfstand kann man lernen

Wer schon einmal am Wahlkampf- oder Infostand in der Bonner Innenstadt gestanden hat, kennt es. Die Menschen gehen vorbei, man traut sich nicht sie anzusprechen oder hat Angst vor Konfrontationen. Aber nicht nur das, oft zweifelt man, ob man bei Nachfragen die richtigen Antworten geben könnte. All diese Ängste der Wahlkämpferinnen und Wahlkampfer am Stand wurden am Samstag (24.08.2013) im Seminar „Verhalten am Wahlkampfstand“ diskutiert und gemeinsam mit einem Theaterpädagogen wurden Strategien entwickelt, diese zu überwinden.Hemmungen abbauen und Lust auf Straßenwahlkampf machen – das war das Ziel des Workshops. In rund dreieinhalb Stunden wurde auf die wichtigsten Fragen eingegangen: Wie gehe ich offen auf Passanten zu und spreche sie an? Wie mache ich auf grüne Politik neugierig? Und wie reagiere ich, wenn ich merke, dass mein Gegenüber gar nicht auf mich und meine Argumente eingehen will? Dafür lernten die TeilnehmerInnen zuerst einmal grundlegende Techniken des Improvisationstheathers kennen. Nämlich mit Energie, Aufmerksamkeit und Spontanität auf Fragen zu reagieren. Anschließend wurde versucht, ein für sich wichtiges Thema in zwei Minuten, in einer Minute, in 30 Sekunden und in zehn Sekunden auf den Punkt zu bringen.

 

Zu guter Letzt wurde die Ansprache der Menschen trainiert und die Situation am Wahlkampfstand simuliert. Dabei erlebten der TeilnehmerInnen eine Überraschung. Denn es kommt weniger darauf an, die Menschen von den persönlichen Ideen zu überzeugen, die wichtigste Botschaft in der heißen Wahlkampfphase muss lauten: Geht wählen! Lernt eure/n Direktkandidaten/in kennen!  Es gab am Samstag auch sofort Gelegenheit, das Gelernte anzuwenden: Während Kanzlerin Angela Merkel Bonn besuchte, waren die Grünen mit einem Wahlkampfteam vor Ort und kämpften um jede Stimme.

 

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