Stadt soll Belange der Studierenden besser in den Blick nehmen

?Die Studierenden machen einen wesentlichen, jungen Anteil der Bonner Bevölkerung aus und prägen diese Stadt?, sagte die wissenschaftspolitische Sprecherin der GRÜNEN, Angelica M. Kappel. ?Ihre Interessen sind aber viel zu selten im Fokus der Kommunalpolitik.?

 

Dabei lägen die Themen eigentlich auf der Hand, so die GRÜNEN nach einem Treffen mit dem ASTA der Bonner Uni in der vergangenen Woche.?Gerade für Studierende sind etwa die Defizite in der U3-Betreuung in Bonn besonders gravierend?, sagte Kappel. ?Die Vereinbarkeit von Studium und Familie steht in Frage, wenn für die Vorlesungszeiten keine adäquate Kinderbetreuung zur Verfügung steht.?Hier müsse die Stadt über Lösungen nachdenken, die auf Studierende zugeschnitten sind.  ?Wer mehr junge Familien und Kinder will, muss hier mehr anbieten als wohlfeile Sonntagreden.?

 

Ein gravierendes Problem sei zudem die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum.?In Bonn gibt es ein zunehmende Zahl von Singles, die entsprechenden Wohnraum besetzen?, meinte Kappel. ?Dazu kommt, dass sich die Situation im Zuge von Hartz IV verschärft hat. Wir müssen sehen, dass das Studium in Bonn nicht durch die Wohnungssituaiton zusätzlich finanziell erschwert wird.?

 

Ein weitres wichtiges Thema sei die Situation von ausländischen Studierenden in Bonn, an denen die Stadt nicht nur aufgrund ihrer internationalen Ambitionen besonderes Interesse haben müsse.

 

Frau Kappel hat jetzt VertreterInnen des Bonner AStA in die nächste Sitzung des Unterausschuss Wissenschaft und Forschung eingeladen, dessen Vorsitzende sie ist.?Damit wollen wir den direkten Dialog zwischen ASTA und Kommune vorantreiben, der zukünftig selbstverständlicher werden soll?, so Frau Kappel.

 

In der Verwaltung fordern die GRÜNEN zukünftig einen festen Ansprechpartner für die Studierenden aus Bonn.

 

Frau Kappel: ?Die Stadt sollte ein Zeichen setzen, dass sie sich für die Belange der Studierenden interessiert und zuständig fühlt. Damit kann man am besten erreichen, dass diese sich mit ihrer Uni-Stadt identifizieren und sie zu ihrem Lebensmittelpunkt machen.?

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld