Stadtwerkeklüngel: Versorgt die OB ihren engsten Mitarbeiter?

Braun soll künftig die Bereichsleitung „Unternehmensentwicklung“ übernehmen. Eine Stelle, die es so bisher im Stellenplan gar nicht gibt. Das Angebot ist ohne Ausschreibung an Braun gegangen.

 

„Einen so dreisten Versuch die Stadtwerke als Versorgungswerk für verdiente Parteifreunde zu missbrauchen, hat es seit Reiner Schreiber bei den Stadtwerken nicht mehr gegeben“, sagte Guido Pfeiffer, der die GRÜNEN im Aufsichtrat vertritt.„Wir fordern Frau Dieckmann auf, ihre Rolle in diesem Skandal sofort offen zu legen. Sollte sich erweisen, dass sie diesen hässlichen Deal tatsächlich persönlich eingefädelt hat, hat sie dem Ansehen der Stadtwerke schweren Schaden zugefügt und muss als Aufsichtratvorsitzende ihren Hut nehmen.“

 

Nach Informationen der GRÜNEN ist der Job, den Braun eigenem Bekunden nach nach der Kommunalwahl antreten will, im bisherigen Stellenplan der Stadtwerke gar nicht vorgesehen. Eine „Bereichsleitung Unternehmensentwicklung“ gibt es bisher nicht. Auch eine Stellenausschreibung wurde nicht durchgeführt.„Das hat nicht nur ein `Geschmäcke`, “ sagte Pfeiffer. „Das stinkt!“

 

Die GRÜNEN wollen das Thema umgehend auf die Tagesordnung des Aufsichtrates setzen, der in dieser Woche tagt, um über das Verfahren der Besetzung der neuen Geschäftsführung zu beraten.„Dann wird die Große Koalition insgesamt Farbe bekennen müssen“, sagte Pfeiffer. „Wir werden beantragen, dass die Vorsitzende zur Ordnung gerufen und die Anstellung für Herrn Braun in der geplanten Form nicht erfolgt!“

 

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