Straßenprostitution: GRÜNE bleiben bei Verrichtungsgelände

Zum heutigen Ortstermin der Bonner SPD in Sachen Straßenprostitution an der Immenburgstraße erklären der sozialpolitische Sprecher der GRÜNEN, Dr. Detmar Jobst und die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Brigitta Poppe (GRÜNE)

 

„Die vom Rat in seiner Sitzung im Dezember 2009 beschlossene Einrichtung eines ‚Anbahnungs- und Verrichtungsgeländes’ an der Immenburgstraße bei gleichzeitiger Verlegung des Sperrgebietes ist sachgerecht und sozial verantwortlich. Der vorgesehene Abschnitt der Immenburgstraße ist weder ein Schulweg, noch befindet sich dort unmittelbar ein Wohngebiet. Fast alle direkt angrenzenden Grundstücke sind Gewerbeflächen und im Eigentum der Stadt oder der Stadtwerke.

 

Der Beschluss der Ratsmehrheit schafft endlich die dringend notwendige und seit langem geforderte Entlastung für die Bewohnerinnen und Bewohner des Bonner Westens, für die Studierenden des Chemischen Uni-Instituts, sowie die Beschäftigten der Telekom und anderer Unternehmen. Uns ist klar, dass nirgendwo im Stadtgebiet Straßenprostitution begrüßt wird – auch nicht an der Immenburgstraße. Nach Aussagen des Regierungspräsidenten kann die Stadt Bonn die Straßenprostitution aber nicht im gesamten Stadtgebiet verbieten.

 

Die SPD teilte unseren Standpunkt über eine längere Zeit. Weder den Prostituierten noch den bisher betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner wird das heutige Manöver der SPD einleuchten, noch das Schüren von Protest den neuerdings Betroffenen weiter helfen. Ein Alternativstandort in Bonn wurde von der SPD bisher nie ernsthaft genannt. Hier wird die Bevölkerung gegeneinander ausgespielt.“

 

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