Substitutionsambulanz in Duisdorf

„Einer der wirksamsten Maßnahmen im Drogenhilfesystem der Stadt Bonn ist die Vergabe von Ersatz-Opiaten an manifest Abhängige, die sogen. Substitution. Die  Substitutionsbehandlung führt zum Erliegen des Opiathungers und der Entzugssymptome. In der Regel brauchen Heroinkranke keine Injektionen mehr und keine Straftat zu begehen, falls diese Behandlung stattfindet – insbesondere, wenn sie nach festen Regeln gehandhabt wird. Zu den Regeln gehört eine kontinuierliche sogen. psychosoziale Begleitbetreuung. In der neuen Methadon-Vergabestelle Duisdorf sind Sozialarbeiter und Psychologen angestellt, die für eine solche  Psychosoziale Begleitbetreuung sorgen. Die Träger der Vergabestelle, Caritas und Diakonie sowie die behandelnden Ärzte der Rheinischen Kliniken, bringen z.T. jahrelange Erfahrung im Umgang mit Drogenkranken mit und können auf gute Ergebnisse auch bzgl. der Drogenfreiheit etlicher ihrer Klienten verweisen.Die Ratsfraktion B’90/DIE GRÜNEN begrüßt daher die Eröffnung einer Methadonambulanz an der Rochusstrasse. Wünschenswert wäre es allerdings auch aus unserer Sicht – vermutlich auch im Sinne der Schulpflegschaften und Anwohner, dass die Polizei in der Anlaufphase eine ausreichende Präsenz anbietet.  Dies dient der subjektiven und tatsächlichen Sicherheit und stärkt die Wahrnehmung der abhängigen Klienten, sich nicht in einem rechtsfreien Raum zu befinden. Weitere Maßnahmen wie etwa ein Zaum an Schulgeländen, können das Sicherheitsgefühle verstärken. Aus Sicht der  Ratsfraktion B’90/DIE GRÜNEN ist allerdings die Information für die Bevölkerung zu spät gekommen. Auch hätte das Gesundheitsamt an der Planung und Durchführung der Maßnahme teilnehmen müssen“

 

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