Südüberbauung – Entscheidung nach Jahrzehnten der Diskussion ist gefallen

Eines der meist diskutierten Bauprojekte in Bonn steht vor seinem Abschluss, nachdem Ende vergangener Woche in einem Gespräch zwischen Investor und Stadtverwaltung, die noch offenen Fragen geklärt wurden. CDU-Fraktionsgeschäftsführer Georg Fenninger: „Der Vertrag zur Südüberbauung ist nun unterschriftsreif und kann beurkundet werden. Ich freue mich außerordentlich, dass sowohl Verwaltung als auch Investor den entscheiden letzten Schritt gemacht haben.“Dazu der planungspolitische Sprecher der GRÜNEN, Hartwig Lohmeyer: „Die Tage der ungeliebten Südüberbauung sind gezählt. Jetzt ist der Weg frei für den Abriss und eine zentrale Forderung der Bürgerwerkstatt wird damit erfüllt. Das neue Geschäftshaus wird sicher nicht den Geschmack aller treffen, aber zweifellos eine deutliche Verbesserung bringen. Vor allem aber wird die Möglichkeit geschaffen, das Bonner Loch durch einen kleinen Platz zu ersetzen, vor dem Bahnhof breitere Bürgersteige und Radwege anzulegen und den ZOB mit dem neugewonnenen Raum nutzerfreundlicher neu zu gestalten.“Da darüber hinaus auch ein zweistufiges Ausschreibungsverfahren für das Nordfeld unlängst in der Ratssitzung beschlossen und die Verwaltung beauftragt wurde, die europaweite Ausschreibung vorzunehmen, konnte die Koalition für dieses herausragende Gesamtareal der Bonner Innenstadt bedeutende Weichenstellungen für die Stadtentwicklung vornehmen.Uns waren folgende Vorgaben wichtig:•    Eine städtebaulich und architektonisch hochwertige Neugestaltung des Eingangstores am Bahnhof•    Eine sinnvolle Nutzung der Fläche durch Geschäfte und andere Nutzungen•    Eine Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer vor dem gesamten Bahn-hofsbereich•    Das Fortführen von GABI der Gemeinsamen Anlaufstelle von Stadt und Po-lizei  •    Mit 25 Metern genügend baulichen Abstand zum BahnhofEs haben bereits Investoren grundsätzlich Interesse bekundet. Wir erwarten, dass uns und der Öffentlichkeit städtebaulich hochwertige und der besonderen historischen Situation des Platzes angemessene Konzepte vorgeschlagen werden.  Die städtebauliche und architektonische Qualität wird eine entscheidende Rolle im Wettbewerb spielen.

 

Neben dem Haus der Bildung und dem Neubau des Sparkassengebäudes am Friedensplatz wird in der Innenstadt nun auch auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof eine längst überfällige Neugestaltung vorgenommen. Wir können an dieser Stelle neue Akzente setzen und ein Eingangstor in die City schaffen, das die nun mehr seit 40 Jahren klaffende Wunde vor dem Bahnhof schließt. Daneben wird neue Verkaufsfläche mit dem Ankermieter Saturn geschaffen, die die Angebotspalette im Bereich der Innenstadt erweitern wird.Sollten diese Maßnahmen umgesetzt werden, kann natürlich damit auch die Planung eines neuen zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) und das Verkehrskonzept im Bahnhofsumfeld realisiert werden. Die Verwaltung hat jetzt eine Menge Hausaufgaben zu bewältigen, damit es endlich mit der Innenstadtgestaltung weitergehen kann.

 

Wir werden die Bürgerinnen und Bürger weiterhin ausführlich darüber informieren, wie es jetzt an dieser bedeutenden Stelle in der Stadt vorangeht.

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld