Taskforce Zweckentfremdung – Für eine bessere Bekämpfung des Wohnungsleerstandes

In der  Ratssitzung hat die Verwaltung ihren Zwischenbericht über die Arbeit der „Taskforce Zweckentfremdung“ vorgelegt. Insgesamt sechs Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung sind seit Januar 2017 damit befasst, der Zweckentfremdung von Wohnraum im Bezirk Bad Godesberg durch Kurzzeitvermietungen an Medizintouristen und andere Besucher*innen der Stadt Bonn nachzugehen. Die Erfahrungen mit der Taskforce wurden seitens der Verwaltung als durchweg positiv beurteilt. Deshalb soll die Arbeit nun dauerhaft etabliert werden, dazu werden die städtischen Stellen entfristet.

Dr. Annette Standop, sozialpolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion: „Die Taskforce ist wichtig, um der Zweckentfremdung von Wohnraum durch Kurzzeitvermietungen Einhalt zu gebieten. Aus diesem Grund wollen wir ihren Wirkungsraum über den Bereich Bad Godesbergs hinaus ausweiten.“

Dabei ist es den GRÜNEN wichtig, dass das ursprüngliche Anliegen der Zweckentfremdungssatzung für die Stadt Bonn nicht aus dem Blick gerät.

„Wir wollen, dass der sogenannte strategische Leerstand von Wohnraum, der insbesondere durch größere Wohnbaugesellschaften zu beobachten ist, weiter bekämpft wird. Wir sind in diesem Zusammenhang froh darüber, dass auch hier die Verwaltung von positiven Ergebnissen berichtet“, so Frau Standop.

Allein schon die Tatsache, dass das Vorgehen der Wohnbaugesellschaften wahrnehmbar beobachtet wird, hat dazu geführt, dass weniger Wohnungen leer stehen und unbewohnbare Wohnungen wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzt und weitervermietet wurden.

Dieser Druck soll nach dem Willen der GRÜNEN aufrechterhalten werden, denn die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt kann auch dadurch verbessert werden, dass insgesamt mehr bestehende Wohnungen unbefristet zur Verfügung stehen.

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