Trotz Verhinderungsversuchen vom Verwaltungsvorstand: Wichtiger Schritt zum Fahrradverleihsystem beschlossen

Bis kurz vor Sitzungsbeginn des Planungs- und Verkehrsausschusses war nicht klar, ob Oberbürgermeister Nimptsch die Beschlussvorlage zur Auswahl eines Marketingkonzepts für das geplante Öffentliche Fahrradverleihsystem freigeben würde. Er und Stadtkämmerer Prof. Dr. Sander wollten die damit verbundenen Kosten von je 1.500 Euro für die drei Marketing-Agenturen einsparen. Am Ende durften die Agenturen dem Ausschuss aber doch noch ihre Ergebnisse präsentieren und der Ausschuss konnte sich auf ein Konzept einigen. Dazu teilen Wilfried Reischl (verkehrspolitischer Obmann, CDU) und Rolf Beu (verkehrspolitischer Sprecher, GRÜNE) mit:  „Alle drei Agenturen haben sich sehr viel Mühe gemacht und wirklich gute Arbeiten abgegeben. Es wäre mehr als peinlich und zudem mittelstandsfeindlich gewesen, diese Arbeiten nicht mit dem zugesagten Betrag von je 1.500 Euro zu entschädigen.  Das ständige Stöcke und Baumstämme in den Weg werfen des Verwaltungsvorstands, um jede Förderung des Radverkehrs in Bonn zu behindern, wurde auch hier mal wieder deutlich, denn mit solchen Kleinstbeträge in Höhe von 1.500 Euro bei der Radverkehrsförderung, die rechnerisch 0,0 % des Haushalts ausmachen, kann sicherlich nicht die Rettung des Bonner Haushalts gelingen.  Dass der Radverkehr und viele dieser Maßnahmen direkt dem Klimaschutz nützen, und dass eine vernünftige Förderung des Radverkehrs auch dem drohenden Verkehrschaos entgegen wirkt, wollen der OB und der Kämmerer offensichtlich nicht einsehen.“ Reischl und Beu weiter: „Umso mehr freuen wir uns nach dem Theater um diese Beschlussvorlage, dass alle drei Agenturen am Ende die Chance bekommen haben, dem Verkehrsausschuss ihre Arbeiten vorzustellen. Mit der Auswahl eines Marketingkonzepts für das öffentliche Fahrradverleihsystem hat der Ausschuss einen weiteren wichtigen Schritt getan. Nun steht fest, dass das Bonner Fahrradverleihsystem, sobald es ausgeschrieben und umgesetzt wird, den Namen BonnVélo tragen wird. Dieses Konzept, das neben dem Namen auch Farbgebung, Key Visuals und vieles mehr beinhaltet, hat nicht nur die klare Mehrheit in der Auswahlkommission, an der Stadtwerke, Universität, Stadtverwaltung und Politik teilnahmen, sondern auch im Planungs- und Verkehrsausschuss erhalten.“ Die Kosten für den Erwerb der Namens- und Nutzungsrechte für das Marketingkonzept in Höhe von rund 12.000 Euro werden für die Stadt Bonn erst fällig, wenn der Stadtrat das Fahrradverleihsystem endgültig nach abgeschlossener Ausschreibung beschließt.

 

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