Ubierstraße: Eine bürgernahe Umleitungsgestaltung sieht anders aus!

Der Bad Godesberger Ortsverband von Bündnis 90/DIE GRÜNEN hatte schon direkt nach Baubeginn auf der Ubierstraße am 15.07.2013 der Stadtverwaltung Verbesserungen für die Umleitungsstrecke vorgeschlagen und eingefordert.

 

Andreas Falkowski (Sprecher Ortsverband Bad Godesberg, Bündnis 90/DIE GRÜNEN): „Nicht nur, dass die Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Umleitungsstrecke teilweise gar nicht oder viel zu spät informiert wurden, was wir sehr ärgerlich und nicht sehr transparent und bürgernah finden, auch die Baustellen- und Umleitungsbeschilderung wies zu Baubeginn und teilweise noch heute deutliche Mängel auf.

 

So vermissen wir entlang der Umleitungsstrecke jegliche Hinweisschilder. Am Arndtplatz irren die Autofahrerinnen und –fahrer wahllos durch engen Straßen im Villenviertel und können nur erahnen, dass sie vielleicht den Einbahnstraßenschildern folgen sollen. Zwischenzeitlich hatte das Tiefbauamt auf unsere Beschwerde diesbezüglich reagiert und entsprechende Umleitungsschilder aufgestellt. Doch inzwischen sind diese schon wieder verschwunden.

 

Außerdem hätten wir uns eine viel weiträumigere Ausschilderung der Baumaßnahme gewünscht, damit der Durchgangsverkehr bereits im Süden auf der B9 in Mehlem weiß, dass eine Fahrt über die MUK-Route (Mittel-, Ubier- und Konstantinstraße) durch diese Baumaßnahme behindert ist und die Weiterfahrt durch den Bad Godesberger Straßentunnel je nach Fahrtziel deutlich einfacher und schneller wäre. Und auch im Norden würde, unserer Meinung nach, ein solcher Hinweis an der Kennedyallee Sinn machen, damit auch der Nord-Süd-Verkehr bereits dort entsprechend in Richtung B9 ausweichen kann. Dies würde das Verkehrsaufkommen in der Baustelle schon mal deutlich verringern. Stattdessen weist das Tiefbauamt erst auf Höhe der Rheinallee auf die Baustelle hin, so dass ein weiträumiges Ausweichen für den Autoverkehr kaum noch möglich ist. Und aus Richtung Norden wird auf jeglichen rechtzeitigen Hinweis leider komplett verzichtet.

 

Wünschenswert wäre natürlich auch eine Anpassung der Ampelschaltung an der Kreuzung Mittelstraße/Gotenstraße/Plittersdorfer Straße. Denn die Beibehaltung der „normalen“ Ampelschaltung sorgt immer wieder für Rückstaus, teilweise sogar entlang der kompletten Umleitungsstrecke durch das Wohngebiet. Hierzu antwortet das Tiefbauamt, dass eine solche Anpassung technisch zu umständlich und nicht lohnenswert wäre. Doch das können und wollen wir einfach nicht so einfach akzeptieren. Da dies in anderen Städten sehr flexibel umgesetzt wird und teilweise sogar tageszeitabhängig und unter Berücksichtigung von besonderen Ereignissen (Baustellen, Konzerte, Messen etc.) problemlos ist, ist es für uns nicht hinnehmbar, dass dies in Bonn nicht möglich sein soll.

 

Ein bei fast jeder Baustelle in Bonn immer wiederkehrender Kritikpunkt ist leider auch hier bei dieser Baustelle, dass die Stadtverwaltung bei der Einrichtung der Baustelle nur an den Autoverkehr gedacht hat und so einfache Maßnahmen, wie zum Beispiel die Öffnung der an der Umleitungsstrecke eingerichteten Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung nicht vorsieht. Die Politik hat nun schon mehrfach fraktionsübergreifend darauf hingewiesen, dass in Bonn der Radverkehr gefördert werden soll, doch scheinbar scheint dies noch immer nicht in allen Ämtern der Stadtverwaltung verinnerlicht worden zu sein. Die baustellenbedingt neu eingerichteten Einbahnstraßen sind allesamt breit genug, um sie für den Radverkehr in Gegenrichtung zu öffnen. Hierzu hat uns das Tiefbauamt leider nur mitgeteilt, dass zusätzliche Schilder Kosten produzieren würden und der Radverkehr auf andere Straßen ausweichen könnte. Unserer Ansicht nach, können diese wenigen zusätzlichen Schilder wohl kaum die Baumaßnahme in der Ubierstraße dermaßen verteuern, würden aber dem Radverkehr sehr helfen.

 

Und unabhängig davon, ob die Baumaßnahme nun 5 Wochen oder wie ursprünglich berichtet 16 Monate andauern wird, hätten wir uns deutlich mehr Bürgernähe und Service für die Bürgerinnen und Bürger gewünscht.“

 

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