Überregionaler Radverkehr darf nicht unter Konzerten leiden!

Der Bad Godesberger Ortsverband von Bündnis 90/DIE GRÜNEN versucht bereits seit einigen Wochen im Dialog mit der Stadtverwaltung eine Lösung für den Radverkehr entlang des Rheins während der Konzerte auf dem Bonner Kunst!Rasen zu finden.

 

Andreas Falkowski (Sprecher Ortsverband Bad Godesberg, Bündnis 90/DIE GRÜNEN): „Sicherlich ist der Kunst!Rasen in Bonn bisher ein großer Erfolg und es ist schön, dass sich dieses Kulturangebot dort so erfolgreich entwickelt, aber aus unserer Sicht kann und darf dies nicht dazu führen, dass der Radweg entlang des Rheins für die Dauer dieser 14 Veranstaltungen gesperrt wird. Ursprünglich teilte uns die Verwaltung mit, dass der Veranstalter eine Sondergenehmigung zur Sperrung dieses Wegs für 5 seiner Konzerte bekommen hat. Nun erfahren wir, dass dieser überregional bekannte und genutzte Rheinradweg sogar an allen 14 Tagen gesperrt wird.

 

Anfangs empfahl der Veranstalter auf seiner Website den Radfahrerinnen und Radfahrern als Umleitung sogar die Nutzung der Petra-Kelly-Allee, die für den Radverkehr gesperrt ist, und bei der es sich um eine Tempo 70 Straße handelt.

 

Auch die Umleitungsbeschilderung wies bei den bisherigen Konzerten immer wieder Lücken und Fehler auf. Auf Beides haben wir die Stadtverwaltung aufmerksam gemacht, doch die Umsetzung und Ausführung obliegt dem privaten Veranstalter.

 

Die Stadtverwaltung teilte uns mit, dass die Sperrung des Radwegs mit dem Veranstalter so vertraglich geregelt ist, weil dieser das Mithören der Konzerte entlang des Radwegs verhindern will. Sicherlich ist auch ein Grund, dass diese kostenlosen Zuhörerinnen und Zuhörer im letzten Jahr auch immer wieder die Rettungswege blockiert haben, deren Freihaltung über alles wichtig ist.

 

Aber es zeugt alles nicht von wirklicher Fahrradfreundlichkeit, wenn man nicht zumindest den Durchgangsverkehr auf diesem Radweg zulässt.

 

Bei dem Aufwand, der für die Konzerte in der Rheinaue betrieben wird, sollte es doch möglich sein, Teile des eh vorhandenen Sicherheitspersonals dafür abzustellen, Sorge zu tragen, dass dieser Radweg für die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer freibleibt und auch nicht von Schaulustigen bzw. kostenlosen Zuhörern missbraucht wird.

 

Wir hoffen, dass die Stadtverwaltung in den Vertragsverhandlungen für die zukünftigen Jahre, mit dem Veranstalter eine Fahrradfreundlichere Lösung finden wird.“

 

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