Unkrautvernichtung mit gefährlichem Glyphosat? – die GRÜNEN fragen nach

Glyphosat ist der Hauptwirkstoff für einige der weltweit am häufigsten eingesetzten Unkrautvernichtungsmittel. Von der Weltgesundheitsorganisation wurde Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ für Menschen eingestuft.  Einige Baumärkte, wie Toom wollen daher Glyphosat-Produkte bis Herbst dieses Jahres aus ihren Regalen nehmen. In Bonn wurden 2013 noch 25 Liter des gefährlichen Stoffes für die Unkrautbekämpfung auf öffentlichen Grünflächen ausgebracht; insbesondere auf Friedhofswegen. Das hatte eine Große Anfrage der damaligen Koalition aus CDU und ergeben.  Die GRÜNEN wollen nun vom Grünflächenamt wissen, welche Vorräte es noch gibt und ob diese nun verbraucht oder vorzeitig entsorgt werden. Sie fragen auch nach, welche  alternativen Herbizide künftig Verwendung finden sollen oder ob gänzlich auf Unkrautvernichtungsmittel verzichtet wird?Die GRÜNEN drängen seit Jahren immer wieder, den Pestizideinsatz zu reduzieren und Unkräuter mit mechanischen Maßnahmen einzudämmen. Pestizide geraten immer wieder in Verruf, weil laufend neue Erkenntnisse über ihre Schädlichkeit gewonnen werden.  2013 betraf dies zum Beispiel die bienengefährlichen Neonikotinoide. Die EU-Kommission hatte daraufhin einige Pestizide mit diesem Wirkstoff verboten.Brigitta Poppe, die umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN: „Wir würde es sehr begrüßen, wenn wir es schaffen würden, eine pestizidfreie Stadt zu bekommen. Dazu müssen wir bestimmt an einigen Stellen in der Stadt umdenken und nicht gleich jeden Unkrautbestand als Zeichen der Verwahrlosung zu werten. Viele Pflanzen sind für die Ökologie sehr wertvoll, wie der Spitzwegerich oder der Löwenzahn“.

 

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