Veranstaltung zum Zusammenleben der Religionen in Bonn

Am 10.04.2014 lud der Ortsverband Bad Godesberg von Bündnis 90/DIE GRÜNEN zu einem Film- und Dialogabend in die Stadthalle Bad Godesberg ein. Das Thema der Veranstaltung war das Zusammenleben der Religionen in Bonn. Im Dokumentarfilm „City to Paradise – Religionen in unserer Stadt” wurden Menschen verschiedener Religionen und Weltanschauungen in Bonn interviewt. Der von Schülerinnen und Schülern der Johannes-Rau-Schule und ihrem Islamkundelehrer Bernd Ridwan Bauknecht erstellte und vom Bundesinnenministerium geförderte Film bildete den Einstieg ins Thema der Veranstaltung. In einer anschließenden Gesprächsrunde mit Herrn Bauknecht, dem Initiator des Films, Prof. Dr. Dr. Hutter von der Abteilung für Religionswissenschaft der Universität Bonn und Gisela Mengelberg, GRÜNE Vertreterin im Integrationsrat der Stadt Bonn wurde der Film weitergedacht.

 

Es wurden u.a. erörtert, welche Erfahrungen es in Bonn mit dem Zusammenleben verschiedener Religionen gibt, in welchen Situationen religiöse Gefühle verletzt werden, wie die Toleranz zwischen den Religionen gestärkt und wie religiösem Extremismus begegnet werden kann. Auch wurde diskutiert, welchen Einfluss die Kommunalpolitik auf die friedliche Koexistenz der Religionen hat.

 

Ergebnis des Austauschs war, dass viele Vorurteile gegenüber anderen Religionen auf Unkenntnis gegenüber denselben fußen. Gerade beim Abbau von Vorurteilen ist es jedoch wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben und Angebote wie z.B. Tage der Offenen Türen in den verschiedenen Gemeinden anzunehmen.

 

Besonders Jugendliche unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung müssen die Möglichkeit haben in der Gesellschaft zu partizipieren, um nicht ins „Extreme“ abzurutschen. Wie die Diskussion zwischen den Veranstaltungsteilnehmern zeigt, sind gerade Schulen ein Ort offener oder unterschwelliger Diskriminierungen teilweise auch von Seiten der Lehrerschaft.

 

Um Extremismus vorzubeugen, setzen wir Godesberger GRÜNE uns für mehr Toleranz, die Fortführung der Schulsozialarbeit und Orte der Begegnung speziell für Jugendliche ein. Wir begrüßen Einrichtungen wie das „One World Café“, das Haus der Generationen und das Angebot des Islamunterrichts an Schulen. Auch die Arbeit des „Interreligiösen Dialogkreises“ in Bad Godesberg ist für uns ein Positivbeispiel der Verständigung.Gerade im internationalen Stadtbezirk Bad Godesberg sind  Integrationsprobleme nicht zu leugnen.

 

Wir möchten aber nicht -wie andere Gruppierungen- daraus politisches Kapital schlagen, denn auch Integration lebt von Gegenseitigkeit. Wir treten für den aktiven Abbau von Vorurteilen und mehr Zivilcourage ein und setzen auf friedliche Lösungen gegebenenfalls mit Hilfe der „Integrationslotsen“ der Stadt Bonn.

 

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