Verkauf des Viktoriabades: GRÜNE nehmen Akteneinsicht.

Die GRÜNEN werden am Montag Einsicht in die Verwaltungsakten zur Liegenschaft Viktoriabad  nehmen. Das Hallenbad und andere städtischen Liegenschaften im umliegenden Viertel sollen nach dem Ratsbeschluss vom 18.6. an das Unternehmen Signa verkauft werden. Signa möchte hier eine Shopping-Mall mit 15.000 m2 Netto-Geschäftsfläche errichten. Das Projekt hat einschneidende Konsequenzen für die Bonner Innenstadt und die Menschen, die in dem Viertel leben. Deshalb wollen die GRÜNEN sich versichern, dass im Vorfeld der Verkaufsentscheidung nach der europaweiten Ausschreibung alles ordnungsgemäß gehandhabt wurde.Hierzu erklären die Fraktionssprecherin Brigitta Poppe und der Planungspolitische Sprecher Hartwig Lohmeyer der GRÜNEN im Rat der Stadt Bonn: „Bei der Tragweite des Shopping-Mall-Projekts halten wir eine Akteneinsicht für angebracht. Das Vorhaben von Signa wird das Quartier von Grund auf umkrempeln. Für die  Verwirklichung des Ein-kaufszentrums soll ein Großteil der bestehenden Wohn- und Geschäftshäuser abgerissen werden. Viele Menschen, die dort leben werden ihre Wohnung verlieren. Ladeninhaber und Gastronomen müssen zu Recht um ihre Existenzgrundlage im Viertel bangen. Das Quartier wird seinen bisher studentisch geprägten Charakter verlieren und die Shopping-Mall wird die bisherigen Hauptdarsteller im Stadtbild, das Uni-Schloss und das barocke Rathaus zu Nebendarstellern degradieren. Deshalb haben die GRÜNEN haben im Rat gegen den Verkauf an Signa gestimmt und werden die Initiative für ein Bürgerbegehren gegen eine Shopping-Mall im Viktoriaviertel unterstützen.“

 

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