Verkehrsführung „An den Lappenstrünken“ – durchsichtiger Wahlkampfantrag der SPD in der Bezirksvertretung Bonn

Es ist schon erstaunlich, auf welchen Wegen die SPD Wahlkampf betreibt. Sie forderte in der letzten Sitzung des Gremiums die Planungen so abzuändern, dass die verkehrliche Erschließung von sieben (!) vorgesehenen Häusern entlang der Hainstraße ausschließlich über die Provinzialstraße erfolgen soll.Brigitta Poppe, Mitglied der Bezirksvertretung: „Mit ihrem Antrag in der Bezirksvertretung Bonn kurz vor der Wahl, die Erschließung des neuen Bebauungsgebietes „An den Lappenstrünken“ neu zu konzipieren, kommt sie aber reichlich spät.“Schon im September 2005 hatte die Verwaltung unter der damaligen Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann einen Bebauungsplan vorgelegt, der das gesamte Gebiet, auch östlich der Hainstraße, für Bebauung vorsah. Rolf Beu: „Die Grünen haben damals im Planungsausschuss als einzige dagegen gestimmt (http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/05/0511477.pdf). Schließlich konnten wir  2006 wenigstens bewirken, dass die Bebauung auf den westlichen Teil beschränkt wird“ (http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/06/0610318EB5.pdf). Seit 2012 wurde nun der veränderte Bebauungsplan in allen zuständigen Gremien immer wieder diskutiert und Änderungen eingebracht.Die Grünen haben sich dabei wiederholt für Maßnahmen zum Erhalt der Lindenallee ein-gesetzt und schließlich Erfolg damit gehabt. Es gibt nun mehrere Vorgaben, diese tat-sächlich zu schützen (http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/13/1310832EB8.pdf).Die Haupterschließung soll nach dem Beschluss des Bebauungsplans über die Provinzialstraße erfolgen. Nur der geringere Anteil des Verkehrs wird über die Hainstraße vorgesehen. Im Mai vor einem Jahr hat die SPD mit der Mehrheit der anderen Fraktionen dem Bebauungsplanverfahren ohne weitere Einschränkungen zugestimmt. Eine neue Befassung der Gremien durch den Antrag der SPD in der Bezirksvertretung Bonn wird die weitere Umsetzung um mindestens ein bis zwei Jahre verzögern. In ihrem Wahlprogramm schreibt die SPD unter Stadtplanung und Wohnen: „Wir werden die Wohnraumentwicklung in Bonn zur Chefsache machen und fordern, dass eine dezernatsübergreifende Wohnungsbaukoordination direkt beim Oberbürgermeister angesiedelt wird. Die Wohnungsbaukoordination soll die Entwicklung von Wohnungsbaumaßnahmen beschleunigen und in der Öffentlichkeit für mehr Wohnungsbau, insbesondere für mehr öffentlich geförderte Wohnungen werben.“

 

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