Verkehrspolitik: Bonner SPD will Fleißkärtchen sammeln

„Allen wohl und keinem wehe, das scheint“ nach Ansicht des Bonner Landtagskandidaten der Grünen Rolf Beu, als Kommunalpolitiker auch Vorsitzender des Verkehrsausschusses „das Prinzip der Verkehrspolitik der Bonner SPD zu sein.“Mit einer Großen Anfrage im Rat, mit der die Sozialdemokraten nach Beus Ansicht „nur Wahlkampffleißpunkte sammeln wollen“ beschwere sich die SPD unterschiedslos über die mangelnde Berücksichtigung Bonns im Investitionsrahmenplan des Bundes, egal ob es um Autobahnbau, Bundesstraßen oder Schienenverkehr gehe.„Wir haben im Gegensatz dazu eine klare Priorität“, so Beu, „und die heisst Umweltverbund.“ Anders seien die Mobilitätsprobleme der Gegenwart und Zukunft gar nicht lösbar. Verkehrspolitik müsse ehrlich sein. Dazu gehöre die Erkenntnis: „Auto-Ausbaupläne sind keine nachhaltige Lösung für die Verkehrsprobleme in Bonn und der Region. Alle Maßnahmen in diesem Bereich haben im Ergebnis das Verkehrschaos nur noch vergrößert.“Investitionen bedarf es nach Beus Ansicht vorrangig im Ausbau des regionalen öffentlichen Personennahverkehrs und im städtischen und regionalen Fahrradverkehr (inkl. Elektro-Fahrräder). In Bonn heiße das konkret: die S13 müsse kommen – hier seien Bund und Land in der Pflicht. Auch die durchgehende Bahnverbindung zw. Mehlem und Duisdorf mit drei zusätzlichen Haltepunkten im Bundesviertel, im Endenicher Norden und in Duisdorf dürfe nicht weiter blockiert werden. Und das Projekt Fahrradhauptstadt werde von der schwarz-grünen Ratskoalition vorangetrieben. Noch in diesem Jahr werde ein städtisches Radleihsystems in Bonn eingeführt„Dafür stehen wir Grüne“,  so sagte Beu mit Blick auf die SPD, „auch außerhalb von Wahlkampfzeiten.“

 

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