Verwaltung kürzt Geld für Schulbücher

Schulausschussvorsitzende kritisiert eigenmächtiges Handeln des Schulamtsleiters Zelmanski auf Kosten der SchulenAuf harsche Kritik ist das Schreiben der Schulverwaltung an die die weiterführenden Schulen der Stadt Bonn gestoßen, in dem eine Kürzung des Zuschusses für die Schulbücher um rund 45% gegenüber dem Vorjahr festgesetzt wurde und der Rat dafür verantwortlich gemacht wird.Dazu die Vorsitzende des Schulausschusses  Doro Paß-Weingartz: „Es gibt faktisch keine Kürzung in diesem Kostenblock, im Gegenteil. Betrachtet man die Rechnungsergebnisse rückwirkend bis 2008, so lässt sich feststellen, dass im laufenden Haushaltsjahr 818.792 Euro mehr zur Verfügung stehen, als jemals  ausgegeben wurde. Gekürzt wurde der ursprüngliche Ansatz der Verwaltung, denn in den Vorjahren hatte die Schulverwaltung nicht nur diese Kostengruppe viel zu hoch kalkuliert. So plante die Verwaltung in 2008 9,2 Mio. Euro für Sach- und Dienstleistungen ein, gebraucht wurden lediglich 6,77 Mio. Euro. In 2009 plante die Verwaltung Ausgaben in Höhe von 9,2 Mio. Euro, ausgegeben wurden 6,9 Mio. Euro. Warum die Schulverwaltung ihre Planungen derart hoch gestaltete, bleibt ein Rätsel.“In den Haushaltsberatungen hat die schwarz-grüne Koalition sich die Planungen und die daraufhin folgenden Ausgaben sehr genau angeschaut und die Haushaltsplanung den Rechnungsergebnissen der Vorjahre dahingehend angepasst, dass in allen Positionen etwas mehr Geld zur Verfügung steht, als in den Vorjahren gebraucht wurde. So auch bei den Lernmitteln, in allen Schulformen wurde diese Position nicht gekürzt.„Das hat alleine die Verwaltung zu verantworten, und nicht der Rat der Stadt Bonn, wie es in dem Schreiben an die Schulen steht. Die Koalition fordert die Schulverwaltung auf, das Schreiben zurück zu nehmen, die Fakten richtig zu stellen und die Kürzung zurück zu nehmen.“Auch ein Blick in das Kostenkontrolling für das laufende Jahr zeigt, dass mit Stand vom 16.4.2013 von den vorhandenen 8,723 Mio. Euro für Sach- und Dienstleistungen in allen Schulformen erst 1,825 Mio. Euro abgerufen waren.Auf Kritik stößt auch das unsensible Vorgehen der Verwaltung. Anstatt das Vorgehen mit den Schulen und der Politik im Vorfeld zu kommunizieren, sollen hier kurz vor den Sommerferien Fakten geschaffen werden, die durch kein Gremium in dieser Stadt beschlossen wurden.Paß-Weingartz:“ Wir erwarten, dass die Verwaltung dies gegenüber den Schulen und auch dem Schulausschuss richtig stellt. Einen entsprechenden Antrag werden wir im Schulausschuss in der nächsten Woche einbringen.“

 

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