Viktoriakarree:

Zur gestrigen Entscheidung des Rates, sich dem Bürgerbegehren gegen den Verkauf der städtischen Immobilien im Viktoriakarree für das Shopping-Mall-Projekt von Signa anzuschliessen, erklären die Fraktionssprecherin von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Brigitta Poppe und der Fraktionssprecher von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Peter Finger: „Der Rat hat gestern Größe bewiesen und eine weise Entscheidung mit der Rücknahme des Verkaufsbeschlusses getroffen. Von Anbeginn haftete dem Projekt der grundsätzliche Fehler an, die BürgerInnen und Bürger bei diesem sensiblen Innenstadtbereich nicht in die Zukunfts- und Entwicklungsplanungen mit einzubeziehen. Man kann nicht in gewachsene und gelebte Strukturen der historischen und identitätsstiftenden City so umwälzend eingreifen, ohne vorher darüber einen gesellschaftlichen Konsens herbeizuführen. Die massiven Proteste aus der Bürgerschaft waren folgerichtig und haben uns nicht überrascht. Mit Freude stellen wir fest, dass aber ein gemeinsamer und starker Wille sowohl bei den Initiatoren des Bürgerbegehrens wie auch fraktionsübergreifend in der Politik besteht, ohne Verzögerung die Potentiale des Viktoriaviertels für eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt zu entwickeln. Gemeinsam mit den BürgerInnen muss nun ein Konzept entwickelt werden, mit dem das Viertel in seiner Vielfältigkeit und seinem studentischen Flair gestärkt und gleichzeitig mehr in die Innenstadt integriert wird. Dabei wird es darauf ankommen, dem Einzelhandel, der Gastronomie, Stadtmuseum und Gedenkstätte sowie dem Wohnen gleichermaßen Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Eine spannende Nutzung für das ehemalige Schwimmbadgebäude kann hierbei wichtiger Impulsgeber sein. Die Verkehrslösungen und Umfeldgestaltung könnte die Stadt mit Hilfe von Masterplanförderungsmitteln selber in die Hand nehmen.“

 

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