Vogelschlag an Glaswänden vermeiden

Mit großer Mehrheit hat der Rat der Stadt Bonn einen Vorschlag zum Schutz vor Vogelschlag an Glasfassaden des Umweltausschusses gegen die CDU beschlossen.Vorausgegangen war ein gut ausgearbeiteter Bürgerantrag der Naturschutzverbände BUND und NABU. Bei der ausführlichen Diskussion im Fachausschuss wurde sowohl die Anregung der CDU, den Städtetag NRW für eine einheitliche Regelung zu gewinnen, als auch zwei weitergehende Formulierungen von Grünen und Bürgerbund als Beschlussvorlage für den Rat eingebracht.Hartwig Lohmeyer, planungspolitischer Sprecher der Grünen wurde mit seinem Vorschlag konkreter: „Wir beauftragen die Verwaltung Richtlinien auszuarbeiten, wie sowohl bei privaten als auch bei städtischen Projekten das Problem des Vogelschlags berücksichtigt wird.“Nach Recherchen der Naturschutzverbände sollen in Europa jährlich 80 Millionen Vögel durch Kollisionen mit Glas und spiegelnden Flächen zu Tode kommen.Bis es zur Vorlage der Richtlinien durch die Verwaltung kommt, soll nach Anre-gung des BBB Bauherren aufgefordert werden, bei der Planung von großflächigen Verglasungen verbindliche Maßnahmen zum Vogelschutz vorzustellen.Brigitta Poppe, umweltpolitische Sprecherin der Grünen, versteht nicht, warum die CDU nicht allen Anregungen – außer ihrer eigenen – zustimmen konnte. „Allein die Verweisung an den Städtetag wird keinen Vogel retten. Artenschutz kann auch ohne erst auf übergeordnete Gesetze zu warten, in einer Stadt der Biodiversität effektiv umgesetzt werden.“

 

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