Vorgezogenes Anmeldeverfahren für Gesamtschulen

Die grüne Sprecherin Dorothee Paß-Weingartz:? In vielen anderen Städten Nordrhein-Westfalens wie z.B. Aachen, Köln und Essen ist das vorgezogene Anmeldeverfahren seit Jahren Usus ? auch in Bonn gab es dieses Verfahren schon, wurde aber aus unerfindlichen Gründen abgeschafft. Damit wird den Eltern, die keinen Gesamtschulplatz erhalten die Möglichkeit gegeben, sich mit den gleichen Chancen wie andere Eltern um einen alternativen Schulplatz zu bewerben.?In Bonn begann im letzten Jahr das Anmeldeverfahren für alle Schulen zum gleichen Termin, die Gesamtschulen hatten allerdings ein verkürztes Anmeldeverfahren, d.h., sie mussten innerhalb weniger Tage Zusagen wie auch Absagen verschicken. Das hatte für viele Eltern, die für ihr Kind eine Ablehnung erhielten zur Folge, dass sie durch die etwas spätere Anmeldung an weiteren Schulen dort auch abgelehnt wurden. Diese Schulen wussten, dass sie nur die zweite Wahl der Eltern waren, da bei erster Wahl der Anmeldeschein am ersten Tag des Anmeldeverfahrens vorgelegen hätte.Paß-Weingartz:? Mit dem vorgezogenen Anmeldeverfahren kann das nicht passieren. Die Gesamtschulen stehen nicht derart unter Druck und die Eltern, die keinen Gesamtschulplatz für ihr Kind bekommen, können mit ihrem Anmeldeschein am ersten Tag der Anmeldefrist zu einer anderen Schule gehen.?Im letzten Jahr berichteten einige Eltern von einem regelrechten Spießrutenlauf. Nach der Ablehnung an der Gesamtschule zogen sie mit ihren Kindern von einer Schule zur nächsten bis sie endlich einen Schulplatz erhielten. Paß-Weingartz:? Das ist für die Eltern wie für die Kinder demütigend. Deshalb muss das Anmeldeverfahren dringend geändert werden. Das jetzige Verfahren kann die Verwaltung wieder einführen, wenn in Bonn alle Eltern, die es wünschen, einen Gesamtschulplatz für ihr Kind erhalten.?Gruene.ratsfraktion(at)bonn.de; Tel.: 0228 ? 77 2073

 

Inhalt des AntragesFür die Gesamtschulen der Stadt Bonn sowie die Theodor-Litt-Schule wird zum kommenden Schuljahr ein vorgezogenes Anmeldeverfahren beantragt.Begründung:Die Schülerinnen und Schüler, welche aufgrund der begrenzten Aufnahmemöglichkeiten an den Gesamtschulen abgelehnt werden müssen, müssen die Möglichkeit haben, frühzeitig an einer Haupt- oder Realschule bzw. an einem Gymnasium  angemeldet zu werden.Das jetzige Verfahren führt dazu, dass Eltern, die eine Ablehnung an einer Gesamtschule erhalten, ihre Kinder erst später an den anderen weiterführenden Schulen anmelden können. Dies hatte zur Folge, dass diese anderen weiterführenden Schulen annehmen konnten, dass ihre Schule nicht die Schule der ersten Wahl ist, was wiederum häufig zu weiteren Ablehnungen führte.

 

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