Vorstand der Bonner GRÜNEN schlägt Tom Schmidt als Oberbürgermeister-Kandidaten vor

Die Bonner GRÜNEN wählen auf ihrer Mitgliederversammlung am 10. März 2015 ihre Kandidatin / ihren Kandidaten zur OB-Wahl 2015. Der Vorstand des Kreisverbands Bonn von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wird den Geschäftsführer der Bonner Ratsfraktion, Tom Schmidt, als Kandidaten vorschlagen. Zur Begründung sagt das Sprecherteam Alexandra Geese und Harald Klinke:„Mit diesem Kandidaten setzen die GRÜNEN auf Kompetenz und Sachverstand für ein vielfältiges, sozial gerechtes und nachhaltiges Bonn. Tom Schmidt wäre ab dem ersten Tag seiner Wahl handlungsfähig. Er begleitet die Ratsarbeit der GRÜNEN Fraktion seit 25 Jahren und verfügt über ein umfassendes Wissen zu allen Themen der Bonner Politik. Er pflegt gute Beziehungen zu den maßgeblichen Akteuren in Politik und Verwaltung, Voraussetzungen, die der künftige Bonner Oberbürgermeister unserer Meinung nach mitbringen muss, um die Fehlentwicklungen im Verhältnis zwischen Rat und Verwaltung zu korrigieren und der Stadt angesichts ihrer dramatischen Haushaltslage zu ermöglichen, weiterhin selbst aktiv Politik zu gestalten. Tom Schmidt wird Bonn zukunftsfähig machen.“ Die GRÜNEN sind die dritte politische Kraft in Bonn. Während CDU und SPD in den vergangenen Kommunalwahlen kontinuierlich Verluste eingefahren haben, konnten die GRÜNEN ihre Ergebnisse verbessern. Es ist daher nur folgerichtig, dass sie einen eigenen Kandidaten nominieren. Tom Schmidt tritt mit dem Anspruch an, aus dem bisherigen Zweikampf um die Stelle des Oberbürgermeisters in Bonn einen offenen Dreikampf zu machen und sieht hierfür nicht nur wegen der Entwicklung der Wahlergebnisse in der Vergangenheit eine realistische Chance. „Für die OB-Wahl ist dieses Jahr wieder eine Stichwahl eingeführt worden“, sagt Schmidt. „Die Bürgerinnen und Bürger müssen im ersten Wahlgang nicht befürchten, ihre Stimme an einen Kandidaten zu verschenken, der vielleicht nicht die meisten Stimmen auf sich vereinigen kann.  Sie müssen nicht taktisch wählen, sondern können allein ihre politische Überzeugung sprechen lassen. Gelingt im ersten Wahlgang die Mobilisierung unserer Wählerinnen und Wähler, wird es spannend. Kommen die GRÜNEN in die Stichwahl, ist alles möglich“. Schmidt sieht Bonn derzeit weit hinter seinen Möglichkeiten und benennt als einen wesentlichen Grund für dieses Manko das zerrüttete Verhältnis zwischen Oberbürgermeister und Rat. „Als OB würde ich versuchen, das zu ändern“ sagt Schmidt. „Dazu würde ich eine klare Aufgabenverteilung etablieren, nach der der Rat über das „Was“ bestimmt, während die Verwaltung sich um das „Wie“ kümmert“.Auch inhaltlich hat Schmidt klare Vorstellungen. Er hält ein Rechts-Links-Schema für überholt und lässt sich bei seiner Arbeit lieber von Werten leiten, so, wie es die GRÜNEN in ihrem Kommunalwahlprogramm 2014 festgelegt haben. „Dies  bedeutet für mich, dass sich unsere Stadt zwar nur auf der Grundlage einer soliden Wirtschafts- und Finanzpolitik gestalten lässt, diese aber kein Selbstzweck ist,  sondern nur das Instrument, um Bonn vielfältig, bunt, sozial gerecht und nachhaltig zu gestalten“, erläutert Schmidt seine Position und weist darauf hin, dass in Bonn 20% der Kinder in Armut aufwachsen. „Wirtschaftlicher Erfolg darf sich nicht allein von abstrakten Zahlen und Rankings ableiten lassen. Er muss sich auch daran messen lassen, inwieweit es gelingt, alle Menschen mitzunehmen und ihnen eine reelle Chance zu geben, sich an unserem gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Das ist auch der Grund, warum eine engagierte Politik für Familien und ihre Kinder ganz oben auf meiner politischen Agenda stehen wird“. Tom Schmidt begreift Vielfalt nicht als Bedrohung, sondern als Reichtum. „Unser Boot ist noch lange nicht voll“, sagt er und betont, dass Bonn in der Entwicklung zur maßgeblichen UN-Stadt für die Themenschwerpunkte Nachhaltigkeit und Klimaschutz von Vielfalt profitiert. Gleichzeitig hält er diese Entwicklung für eine der wichtigsten Perspektiven der Stadt. Was den häufig strapazierten Begriff der „Nachhaltigkeit“ angeht, sieht Schmidt das Thema selbst nicht ausreichend gewürdigt und bedacht. „Zukünftig müssen Planungs- und Umweltpolitik integriert in unserer Stadt bearbeitet werden. Der Klimaschutz sitzt zurzeit bei vielen kommunalen Entscheidungen noch viel zu häufig am Katzentisch. Für zukunftsfähig halte ich das nicht. Die Umsetzung des beschlossenen Masterplans Klimaschutz würde mit mir als OB Chefsache, der Vorrang für Fahrrad und ÖPNV Realität.“ Auch zur Umsetzung beschlossener inhaltlicher Ziele in effektives Verwaltungshandeln hat Schmidt konkrete Antworten. So würde er die Wirtschaftsförderung im Rathaus ansiedeln, die Führung stärken und eine direkte Beteiligung im Verwaltungsvorstand befürworten. „Der Haushalt muss für Rat und Bürgerinnen und Bürger transparent und verständlich sein. Dazu gehört ein effektives Controlling und die flächendeckende Einführung des sogenannten wirkungsorientieren Haushalts, der verbindliche Ziele zwischen Politik und Verwaltung benennt, die für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar sind.“ Als weitere Maßnahmen benennt Schmidt eine starke Beteiligungsverwaltung, ein gemeinsames Dezernat für Planung und Umwelt und „Sport und Kultur auf Augenhöhe“.Für Schmidt spricht dabei seine gute Vernetzung: „Für  diese Ziele kann man als OB nur effektiv arbeiten, wenn man konstruktiv und vertrauensvoll mit der Ratsmehrheit zusammenarbeitet. Das habe ich in den vergangenen Jahren bereits getan und will das zukünftig als OB fortsetzen.“Kostspielige Großprojekte wie das Festspielhaus, die Löcher in den städtischen Haushalt reißen und damit Angebote im Bereich Kultur, Sport, Bildung und Soziales gefährden, wird es mit den GRÜNEN dagegen nicht geben. In diesem Punkt kommt dem GRÜNEN Kandidaten ein Alleinstellungsmerkmal zu, das nach Schmidts Auffassung von vielen Bonner Bürgerinnen und Bürgern geteilt wird.Zur Person des Kandidaten

 

Geboren am 03.07.1959 in Bad Driburg, dort Abitur 1978Studium der Theologie u. Philosophie in Münster u. Bonn mit Staatsexamen Zwischenzeitlich 2jähriger Aufenthalt in ChileIn Bonn engagiert in der Friedensbewegung, zeitweise Sprecher des Koordinierungsausschusses der Friedensbewegung und der Initiative Kirche von untenSeit 1988 in der Geschäftsführung der GRÜNEN Ratsfraktion, Mitglied in zahlreichen Ratsausschüssen, derzeit Mitglied in den Aufsichtsräten von Sparkasse und Stadtwerken, im städtischen Gebäudemanagement u. Vorsitzender des Unterausschusses WCCBVerheiratet mit Petra Merz, 4 Kinder u. 1 Enkel

 

Weitere Informationen zu Tom Schmidt finden Sie auf seiner homepage Opens external link in new windowTom Schmidt

 

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