VRS: GRÜNE lehnen erneute Tariferhöhung ab

?Eine Politik, die im Wesentlichen darin besteht das Angebot einzudampfen und gleichzeitig im Jahrestakt kräftig an der Preisspirale zu drehen, wird den klimapolitischen Herausforderungen in keiner Weise gerecht?, sagte der Vorsitzende des Planungsausschusses, Rolf Beu.Hintergrund ist die Forderung der 31 Verkehrsunternehmen, die im Beitrat des VRS vertreten sind, nach einer Preissteigerung 4,5 %. Dies wird vor allem mit gestiegenen Energie- und Personalkosten begründet.

 

?Die Bürgerinnen und Bürger sind ohnehin durch die hohen Energiepreise belastet, viele denken darüber nach, inwieweit das Auto als Verkehrsmittel noch finanzierbar bleibt. Diesen Leuten muss die VRS ein Angebot machen, um ihre Mobilität zu sichern?, sagte Beu.Anstatt die Kundinnen und Kunden mit weiteren Preissteigerungen aus Bus und Bahnen zu vertreiben, müsse es das Ziel sein, neue Stammkunden mit bezahlbaren Ticketpreisen zu gewinnen, so die GRÜNEN:

 

?Deshalb lehnen wir auch den Vorschlag der SPD nach einer Preiserhöhung um 2,5% kategorisch ab. Nachhaltige Einnahmesteigerungen lassen sich nur erzielen, indem mehr Kundinnen und Kunden gewonnen werden und nicht dadurch, dass die einzelnen Kunden noch höher als bisher belastet werden?, meinte Beu.Er sieht außerdem realistische Einsparmöglichkeiten in der Organisation der Verkehrsbetriebe.Beu: ?Wir leisten uns in der Region Parallelstrukturen, die weder vernünftig noch effektiv sind.?

 

Aus Sicht der GRÜNEN gibt es gerade in den Städten ein vehementes Eigeninteresse mehr Kunden in Busse und Bahn zu locken.

 

Rolf Beu: ?In jeder Klimadebatte wird der massive Ausbau des Bus- und Bahnangebots als pure Selbstverständlichkeit angesehen. In der Realität der Verkehrsbetriebe ist davon bisher nichts angekommen. Das muss sich dringend ändern, wenn der Kampf gegen den Klimawandel nicht zur Farce werden soll. Wir brauchen den Umstieg, wenn wir die Lebensqualität in unseren Städten sichern und ausbauen wollen.?

 

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