Wählergemeinschaft „Die Godesberger“ – Konkurrenz von rechtsaußen?

Seit einiger Zeit betrachten BÜNDNIS 90/Die Grünen die Entwicklungen um die neu gegründete Wählergemeinschaft „Die Godesberger“ äußerst kritisch. Die Programmatik der Partei wartet mit überbordetem Lokalkolorit auf, so wird beim Thema Zuwanderung z.B. eine „gesunde Mischung“ empfohlen. Konstruktive Vorschläge zur Vermittlung und Integration im Stadtbezirk finden sich nicht im Wahlprogramm. Der Frontmann Juppi Schäfer fiel neben seinen Tätigkeiten als Filmemacher bislang eher durch fremdenfeindliche Äußerungen auf, wie beispielsweise im Vorwort des „Alt-Godesberger Bilderbuch“. Zwar wurde der Mitgliederstamm laut Angaben der Wählergemeinschaft vor der Listenaufstellung „aussortiert“, doch ob damit auch mit der rechtspopulistischen Vergangenheit der Vereinigung abgeschlossen wurde, ist im kommenden Kommunalwahlkampf zu beobachten und zu prüfen. Erst dann wird sich zeigen, ob die Wählergemeinschaft, wie eigens propagiert, wirklich eine „gute Wahl“ ist.Der Ortsverband von BÜNDNIS 90/Die Grünen sieht Bad Godesberg als weltoffenen und internationalen Stadtbezirk, in dem Rassismus keinen Platz hat. Ein vielfältiges und friedvolles Zusammenleben im zweitgrößten Stadtbezirk Bonns ist unser erklärtes Ziel, einer „Ghettobildung“ und der Bildung von Vorurteilen muss entgegen gewirkt werden. Initiativen und Angebote zur internationalen und interreligiösen Verständigung in Bad Godesberg und Sport- und Kulturvereine mit internationalem Publikum weisen hier in die richtige Richtung. Auch die Integrationslotsen der Stadt Bonn, welche Migranten und Migrantinnen in Alltagsfragen unterstützen, leisten einen guten Beitrag. Gemeinsame Feiern und Aktionen im Stadtteil helfen darüber hinaus, Vorurteile abzubauen und stärken das nachbarschaftliche Miteinander.

 

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