Wasserland-Bad mit Angebote für alle Badegäste – GRÜNE und FDP fordern Sachlichkeit in der Debatte

Zur Diskussion über gesonderte Schwimmzeiten im neuen Bad äußern Florian Bräuer (FDP) und Rolf Beu (GRÜNE), sportpolitische Sprecher ihrer Fraktionen und Mitglieder im Projektbeirat für das neuen Bad:

„Reines Frauenschwimmen ist keine neue Erfindung. Dieses Angebot gibt es im Frankenbad bereits seit langem. Nicht nur muslimische, sondern auch christliche und atheistische Frauen, aber auch manche Senioren und Menschen mit Körperbehinderungen wollen nicht unbedingt ‚auf dem Präsentierteller‘ z. B. beim Schwimmen Lernen beobachtet werden.

Um das neue Bad für alle Bevölkerungskreise attraktiv zu machen, muss es natürlich auch im neuen Bad zu bestimmten Zeiten geschützte, diskrete Räume geben. Entsprechende Angebote wie heute müssen auch zukünftig erhalten bleiben. Da das transparente, moderne Wasserland-Bad für alle Bonnerinnen und Bonner wunschgemäße Angebote vorhalten soll, müssen auch für diesen Kreis der Badegäste die Voraussetzungen baulich und gestalterisch geschaffen werden.

Wohl auf Unwissenheit basiert die Vorhaltung, dass es keine diesbezügliche Diskussion im Vorfeld dazu gegeben haben soll. Das von den SWB beauftragte Projektbüro teilt dazu wörtlich mit: ‚Das Thema wurde in allen Beteiligungen häufig angesprochen.‘

Einschränkungen der Freiheitsrechte durch Bevormundung lehnen wir entschieden ab. Auf der anderen Seite fordern wir allerdings eine differenzierte Sichtweise und Einordnung aller an der Diskussion Beteiligten.“

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