WCCB: Die Anklageerhebung gegen Naujocks und Hong ist für die Koalition keine Überraschung

Für die schwarzgrüne Koalition ist die Anklageerhebung gegen  Fried-helm Naujocks und Young Ho Hong keine Überraschung. Schon  der WCCB-Berichtes, den das Rechnungsprüfungsamt im Auftrag des Rates erstellt hatte, habe mit aller Klarheit festgestellt, dass ein ordnungsge-mäßes Controlling des WCCB nie stattgefunden habe und dass das Testat welches  als Grundlage zur Abrufung der Landesmittel gedient habe, mit der Realität nicht viel zu tun gehabt habe.„Dafür hatte Friedhelm Naujocks die zentrale Verantwortung“, sagten Klaus-Peter Gilles (CDU) und Peter Finger (GRÜNE). „Das der Oberbürgermeister sich damals geweigert hat, daraus die Konsequenzen zu ziehen und Herrn Naujocks fristlos zu kündigen, ist vollkommen unverständlich.Im Licht der heutigen Anklage ist es besonders bitter, dass die Stadt Naujocks bis heute weitere knapp 200. 000 Euro überwiesen hat, ohne das dem eine Leis-tung gegenüber steht und das Naujocks bis heute zusätzlich eine hohe 6stellige Summe als Abfindung fordert.“Weiterhin mache die Anklage deutlich, dass bei ordnungemäßem Handeln, das WCCB-Desaster hätte verhindert werden können und müssen.„Naujocks hätte aufgrund der damals bereits bekannten Baukosten, die Landes-mittel gar nicht beantragen dürfen“, so die Koalitionsvertreter. „Ohne diese Mittel hätte das Projekt sofort gestoppt werden müssen. Damit wäre der Stadt, nach allem was man heute weiß, ein Millionenschaden erspart geblieben.“Auch  viele weitere Untreuehandlungen, die Young Ho Hong vorgeworfen würden, seien der Staatsanwaltschaft zufolge erst durch Abzeichnungen von Naujocks und seiner Mitarbeiter Kühl und Arzdorf möglich geworden, die diese ohne Über-prüfung der Rechnungen vorgenommen hätten.„Die Aussage von Ex-OB Dieckmann, wonach die Stadt eben einfach auf Betrüger hereingefallen sei, ist  jedenfalls angesichts der Rechercheergebnisse der Staats-anwaltschaft allenfalls eine billige Ausrede gewesen“, sagten Finger und Gilles.

 

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