WCCB: GRÜNE halten Neuanfang für alternativlos

„Nach dem Desaster, das sich beim WCCB abgespielt hat, brauchen wir auch bei der Betreibergesellschaft für das Kongreßzentrum einen Neuanfang“, sagte Fraktionssprecherin Doro Paß-Weingartz. „Das Projekt kann nur erfolgreich und unbelastet in die Zukunft starten, wenn ein klarer Schnitt mit der Vergangenheit vollzogen wird.“Für die GRÜNEN stellen sich ganz unabhängig von strafrechtlichen Betrachtungen eine ganz Reihe von grundsätzlichen Fragen an die bisherige Arbeit der Management GmbH und ihre Geschäftsführung. So hätten etwa die Geschäftsführung und ihre Kosten in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zur Größe des Unternehmens gestanden. Darüber hinaus stellten sich zahlreiche Fragen dazu, aus welchen Budgets die Gesellschaft ihre Aufwendungen gedeckt habe. Schließlich habe es offenbar verschiedene Vertragsverhältnisse mit Dritten gegeben, die nicht einmal schriftlich fixiert worden seien und für intransparente Verhältnisse gesorgt hätten.„Die Aufarbeitung der Vergangenheit und deren Konsequenzen wird uns noch intensiv beschäftigen, da bin ich mir sicher“, sagte Frau Paß-Weingartz. „Davon darf aber der Neuanfang der städtischen Gesellschaft nicht belastet werden.“Zur  Reaktion von Oberbürgermeister Nimptsch   hieß es bei den GRÜNEN: „Der OB kennt seit Wochen unsere Haltung zu diesem Thema“.Mit völligem Unverständnis reagierten die GRÜNEN auf die verbale Entgleisung von SPD-Fraktionschef Wilfried Klein, der im Zusammenhang mit der Trennung von Schultze von „schwarz-grüner Säuberungspolitik“ gesprochen hatte.„Den Stil, in dem Klein agiert, kann man auch nicht dadurch entschuldigen, dass beim ihm in Bezug auf das WCCB zunehmend die Nerven blank liegen, “ sagte Frau Paß-Weingartz. „Es stellt sich aber an die SPD-Fraktion insgesamt die Frage, wie sie ihre völlig kritiklose Haltung der Vergangenheit in Bezug auf das Skandalprojekt aufarbeitet. Mit dem Motto „Augen zu und durch“ wird die SPD auch als Opposition nicht bestehen können.“

 

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