WCCB: GRÜNE setzen eine Überprüfung der Baukosten durch

Der Stadtrat beschloss gestern, die Baukostenexplosion und das städtische Controlling durch das Rechnungsprüfungsamt untersuchen zu lassen. Außerdem soll der künftige städtische Betriebskostenzuschuss davon abhängig gemacht werden, dass die Stadt detaillierten Einblick in die Wirtschaftspläne der WCCB Management GmbH erhält. Schließlich muss durch eine Beteiligung der Stadt an der UNCC sichergestellt werden, dass weit reichende Entscheidungen nur im Einvernehmen mit der Stadt erfolgen dürfen. Die Verwaltung muss zukünftig monatlich im Unterausschuss Bonn über die aktuellen Entwicklungen berichten.„Wir sind froh, dass sich die Mehrheit im Rat unserer Einschätzung angeschlossen hat, dass mit dem bisherigen Verfahrene die städtischen Interessen nicht gewahrt werden konnten und entsprechende Konsequenzen gezogen hat,“ sagte Bürgermeister Peter Finger. „Es muss zukünftig das Prinzip durchgesetzt werden, nachdem wichtige Entscheidung nur im Konsens mit der Stadt getroffen werden können, die zum Schluss schließlich auch das Risiko trägt. Die Verwaltung hat jetzt klare Arbeitsaufträge, um das sicher zu stellen. Der Rat wird dazu über die monatlichen Sitzungen  des UA ´Zukunft` unmittelbar und zeitnah eingebunden werden.“Trotz `stundenlanger Vorträge` im Rat sehen die GRÜNEN nach wie vor Aufklärungsbedarf  bei den Bauskostensteigerung und beim Controlling durch das SGB.„Wir sind gespannt auf die Ergebnisse des RPAs und erwarten, dass diese zügig vorgelegt werden“, sagte Finger. „Glasklar ist jedenfalls schon in der Ratssitzung geworden, dass die Oberbürgermeisterin seit langem von den Baukostensteigerungen wusste und den Rat ganz bewusst darüber nicht informiert hat. Wir halten das für einen Skandal.“ Zweifel haben die GRÜNEN daran, ob die jetzt anvisierten 200 Millionen Euro zur Finanzierung des Gesamtprojekts reichen werden.„Wir befürchten, dass das `Ende der Fahnenstange` noch nicht erreicht ist“, sagte Finger. „Umso wichtiger ist die enge Einbindung der Stadt und des Rates in die weitere Umsetzung des Projektes. Zur zügigen Fertigstellung und Inbetriebnahme des WCCB gibt es aber keine Alternative.“

 

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