WCCB: GRÜNE werfen der Stadt schwere Versäumnisse vor

Die GRÜNEN fordern nun Konsequenzen für die Verantwortlichen, eine strikte Einbindung des Rates in die weiteren Entscheidungen zur Fertigstellung des Kongresszentrums und eine bessere rechtliche und organisatorische Beratung für die Stadt.DIE GRÜNEN wollen sich dennoch dafür einsetzen, dass das Konferenzzentrum ohne Verzögerung zu Ende gebaut wird.

 

„Die Verwaltung hat es insbesondere seit Anfang 2008 versäumt, Kostentreiber wie Planungs- und Ausschreibungsstrukturen, Neu- und Umplanungen sowie Ausstattung kritisch zu hinterfragen und auf ihre Wirtschaftlichkeit hin zu bewerten“, sagte Bürgermeister Peter Finger. „Im Grunde hat man die geschlossenen Verträge so gehandhabt, dass der Investor die alleinige Lizenz zum Geld ausgeben hatte und die Stadt Bonn am Ende für die Kosten bürgen muss.“

 

Die GRÜNEN bezeichneten es als ´skandalös`, dass die Oberbürgermeistern den Rat von April 2008 bis in das Frühjahr 2009 hinein, über die Kostenexplosion des Konferenzzentrums völlig im Dunkeln gelassen habe.„Frau Dieckmann muss Rat und Öffentlichkeit erklären, seit wann sie und ihre MitarbeiterInnen welche Informationen hatten, und warum sie diese dem Rat so lange verschwiegen haben“, forderte Finger. Aus diesem Verhalten müssten Konsequenzen folgen. „Mit der Geheimniskrämerei muss definitiv Schluss sein!“ so die GRÜNEN:

 

Auch nach der Sitzung des Unterausschusses bleiben für die GRÜNEN viele Fragen offen. So sei die Besitzerstruktur des UNCC völlig ungeklärt, es fehlten differenzierte Informationen über den möglichen neuen Investor Honua Investment und dessen Interesse und Kompetenzen in Bezug auf das Konferenzzentrum.Darüber hinaus seien große Teile der zusätzlich entstandenen Kosten von 60 Millionen Euro nach wie vor nicht ausreichend plausibel gemacht worden.Weitere Aufklärung versprechen sich die GRÜNEN von einer Akteneinsicht, die sie in der nächsten Woche fortsetzen wollen.

 

Die GRÜNEN fordern für die Zukunft eine wesentlich effektivere Kostenkontrolle und eine enge Einbindung des Rates in die Entscheidungen, die zur Fertigstellung und Betrieb des WCCB notwendig seien. Außerdem müsse die rechtliche Begleitung der Stadt bei dem Projekt ausgebaut werden.

 

„So wie es bisher gelaufen ist, sind im Ergebnis die Interessen der Stadt nur äußerst unzureichend gewahrt worden. Dabei darf es keinesfalls bleiben. Wir brauchen endlich eine professionelle Struktur, um das Projekt im Sinne der Stadt wenigstens in der Zukunft angemessen begleiten zu können.“

 

Trotz aller Schwierigkeiten wollen die GRÜNEN an der zügigen Fertigstellung des Projekts festhalten.„Wir halten das Projekt nach wie vor für einen der wichtigsten Bausteine für Bonns Zukunft als UN-Stadt“, sagte Bürgermeister Finger. „Dazu sehen wir keine Alternative. Allerdings muss sichergestellt werden, dass der weitere Prozess transparent und professionell gestaltet wird. Darauf hat die Öffentlichkeit einen Anspruch.“

 

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