Winterdienst – Organisationsmängel müssen behoben werden – Radwege werden einbezogen

Der erste Wintereinbruch in diesem Jahr hat die Schwachstellen im Winterdienst trotz voller Salzsilos wieder zutage treten lassen.Insbesondere sind längerfristige Probleme in den Bergregionen Mehlem, Ückesdorf, Hoholz usw. aufgetreten. Teilweise konnten Linienbusse die Bergregionen über 13 Stunden nicht befahren. Die Koordination zwischen SWB und Bonnorange ist verbesserungswürdig. Erfreulich ist, dass der neue Geschäftsführer Olaf Schmidt die Mängel selbstkritisch erkennt und engagiert und zielführend Lösungen sucht.Im Bereich der Personalvorhaltung und –gestellung, der nachhaltigen Strategie, der Abstimmung mit den Busunternehmern sowie der Optimierung und Priorisierung der  Schneeräumung, werden Verbesserungen angegangen.Aber auch bei den Stadtwerken gibt es immer wieder dieselben Probleme der Leitstellensteuerung, der falschen Fahrzeugzielbezeichnungen, der fehlenden Information an den Haltestellen, der Uninformiertheit der Busfahrer, der Organisation von Verstärkungsfahrten, der Freigabe von geräumten Streckenabschnitten, alternative Ersatzverkehre, usw.Die Verwaltung wird jetzt gebeten, die Schwachstellen zu beheben und über die beabsichtigten Verbesserungsvorschläge zu berichten.Die schwarz-grüne Ratskoalition hat in ihren Gesprächen mit der Stadtverwaltung auch in diesem Jahr wieder betont, dass die Radwege in Bonn in diesem Winter unbedingt wieder umfassend in den Winterräumdienst integriert werden müssen.Wilfried Reischl (verkehrspolitischer Obmann, CDU): „Die vielen Straßen in Bonn schneefrei zu halten ist jedes Jahr eine arbeitsreiche Aufgabe und wir haben vollstes Verständnis, wenn die Räum- und Streudienste nach einem bestimmten System und vor allem nach ausgewählten Prioritätenlisten vorgehen, nach denen zum Beispiel Hauptverkehrsstraßen und die Linienwege der Busse eindeutig Vorrang haben. In den letzten Jahren hat sich ja auch bereits gezeigt, dass diese Vorgehensweise sich bewährt hat und stetig sogar noch weiter verbessert wird. Für den Winterdienst auf den Radwegen gilt eine ähnliche Prioritätenreihung, nach der die Hauptradrouten zuerst vom Schnee befreit werden. Um dies auch noch besser zu gewährleisten, wurden auf Beschluss der schwarz-grünen Ratskoalition im Herbst 2011 extra auch Räumfahrzeuge speziell für die Radwege angeschafft, welche durch ihre Flexibilität auch ganzjährig zu anderen Zwecken eingesetzt werden können.“Andreas Falkowski (Ausschussmitglied, Bündnis 90/DIE GRÜNEN): „In Gesprächen mit der Stadtverwaltung haben wir auch in diesem Jahr nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es in Bonn auch im Winter eine Vielzahl von Radfahrerinnen und Radfahrern gibt, die sich auch von Minusgraden nicht vom Radfahren abhalten lassen. Trotz unserer Bemühungen, den Winterdienst in Bonn auf den Radwegen zu verbessern, werden immer noch häufig  viele Radlerinnen und Radler gezwungen die Fahrbahn zu benutzen, weil die Radwege oder die Fahrradschutzstreifen am Fahrbahnrand nur unzureichend geräumt sind. Diese für die Autofahrerinnen und Autofahrer ungewohnte Situation führt dann oft zu gefährlichen Situationen für alle Verkehrsteilnehmer. Wir möchten nochmal alle Verkehrsteilnehmer auf diese Situation hinweisen und um die dazu gehörende nötige Vorsicht und Umsicht bitten.“

 

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