Wir fordern Verkehrssicherheit, aber bitte konsequent

Der Bad Godesberger Ortsverband von Bündnis 90/DIE GRÜNEN hat sich schon seit langem für eine Verkehrsberuhigung entlang der MUK-Route, dem Straßenzug aus Mittel-, Ubier- und Konstantinstraße, eingesetzt. Ganz besonders auch für eine Temporeduzierung im Bereich der Schule am Otto-Kühne-Platz und im weiteren sehr engen Verlauf der Ubierstraße von der Mirbachstraße bis zum Römerplatz.

 

Andreas Falkowski (Sprecher Ortsverband Bad Godesberg, Bündnis 90/DIE GRÜNEN): „Die Reduzierung der Geschwindigkeit in diesem Abschnitt hat nicht nur Vorteile für die Anwohnerinnen und Anwohner. Die Temporeduzierung hätte für sie eine deutliche Lärmminderung zur Folge. Aber auch für Fußgänger und den Radverkehr würde eine durchgehende Beschränkung der Geschwindigkeit zwischen Rheinallee und Römerplatz auf 30 km/h große Vorteile bedeuten und für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Auf Grundlage der Verwaltungsvorschriften zur StVO und deren Novellierung 2009/2013 sind Geschwindigkeitsbeschränkungen innerorts von Tempo 30 km/h auch möglich, wenn tempobedingt „häufig gefährliche Verkehrssituationen“ auftreten.

 

Nach Angaben der dortigen Anwohnerinnen und Anwohner und nach unseren eigenen Beobachtungen kommt es hier an dieser Engstelle immer wieder zu gefährlichen Situationen für die Fußgänger und sehr oft auch für den Radverkehr.

 

Da die Nicht-Funktionsfähigkeit des dort stationär installierten Blitzers allseits bekannt ist, halten sich die meisten Autofahrerinnen und Autofahrer nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h und reduzieren ihre Geschwindigkeit auch nur ungern, wenn Radfahrer oder Gegenverkehr dies eigentlich erfordern würden.

 

Und auch wenn schwere Unfälle, wie z.B. der Überschlag einer Autofahrerin im August des letzten Jahres (siehe Link: http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/ruengsdorf/24-Jaehrige-ueberschlug-sich-mit-Auto-auf-der-Ubierstrasse-article834006.html ), zum Glück die Seltenheit sind, kommt es doch immer wieder zu gefährlichen Situationen an dieser engen Fahrbahn, so dass wir dringend Handlungsbedarf sehen.

 

Umso überraschter waren wir nun über die aktuelle Entscheidung der Bezirksvertretung Bad Godesberg. Denn nun hat zwar erfreulicherweise die Stadtverwaltung aus verständlichen Gründen der Verkehrssicherheit auf einem weiteren Teilstück (zwischen Sedanstraße und Römerplatz) eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h eingerichtet, aber statt nun für eine konsequente sinnvolle durchgängige Lösung auf diesem Streckenabschnitt zu sorgen, haben die anderen Fraktionen in der Bezirksvertretung unseren Antrag abgelehnt und somit leider eine auch für Autofahrer völlig inkonsequente Regelung bewilligt.Denn nun müssen die Autofahrer, die mit 50 km/h an der Rheinallee ankommen, ein paar hundert Meter 30 km/h auf Höhe der Schule fahren, dürfen dann wieder zwischen Mirbachstr. und Sedanstraße 50 km/h fahren, bevor sie für weitere Meter bis zum Römerplatz wieder 30 km/h einhalten müssen, bevor sie dann ab dem Römerplatz wieder auf 50 km/h hoch beschleunigen können.Dies sorgt zwar auf den beiden Teilabschnitten rein rechtlich für mehr Verkehrssicherheit, ob sich die Autofahrer daran halten werden, bleibt aber leider zu bezweifeln und die Lücke zwischen Mirbachstraße und Sedanstraße zeugt von absoluter Inkonsequenz auf dem Weg zu mehr Verkehrssicherheit in diesem engen Straßenabschnitt.“

 

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