Zukunft Bonner Theater: Nimptsch schadet Bonner Kultur Schlagzeilen statt Lösungen – OB unbeirrt auf dem politischen Egotrip

Die schwarzgrüne Koalition hat die Ausführungen von OB Nimptsch zur Zukunft des Bonner Theaters mit völligem Unverständnis zur Kenntnis genommen und den OB scharf kritisiert. Sie wirft Nimptsch vor, auf der Suche nach Schlagzeilen eine massive Schädigung der Bonner Theaterarbeit in Kauf zu nehmen, ohne realitätstaugliche Lösungen anbieten zu können. Nimptsch sei mit seiner Position im Rat und in der Bonner Kulturlandschaft völlig isoliert. Von der Bonner SPD forderten die GRÜNEN eine glasklare Distanzierung von ihrem Parteifreund.„OB Nimptsch bleibt unbeirrt auf dem politischen Egotrip“, sagte die kulturpolitischen Sprecher Markus Schuck (CDU) und Gisela Mengeberg (GRÜNE). „Er präsentiert  leider nur Schlagzeilen statt Lösungen und nimmt schwere Schäden für die Bonner Kultur in Kauf, das ist unverantwortlich!“Fakten spielten dabei für den OB offenbar nur ein untergeordnete Rolle.„Fakt ist das die Zuwendungen für das Theater gegenüber der letzten Weise-Spielzeit  von 29,6 Mio. Euro zunächst auf knapp 28. Mio. Euro sinkt und trotz der Tarifsteigerung auch in der Spielzeit 17/18 mit knapp 29 Mio. Euro geringer ausfallen wird als der Weise-Etat aus 12/13,“ so Mengelberg. „Die Einsparung von 3,5 Mio. Euro. bedeutet eine riesige Kraftanstrengung für den neuen Intendanten und seine Mitarbeiter, zumal sie ohne Qualitätsabbau erreicht werden soll. Diese Anstrengungen konterkariert der OB durch seine unausgegorenen Einlassungen. Wir fordern ein Ende der Brüskierung des Intendanten.“Darüber hinaus seien die Ausführungen des OB von einer in Bonn noch nicht gekannten Feindseligkeit gegenüber der Hochkultur geprägt. Es ist  mehr als fraglich, wie die Beethovenstadt Bonn mit diesem OB erfolgreich um Unterstützung bei der Durchführung des Beethovenjahres 2020 in Bonn bei Dritten, insbesondere beim Bund, werben wolle.„Nach dem Motto, bitte helft uns beim Beethovenjahr, wir organisieren inzwischen den Kahlschlag bei Oper, Theater  und Orchester in Bonn, wird es sicher nicht gelingen, “ sagte Markus Schuck. „Der OB riskiert mit seiner Haltung, dass das Beethovenjahr 2020 ohne Bonn ausschließlich in Berlin  gefeiert wird.“Die Koalitionsvertreter forderten insbesondere die SPD auf, sich glasklar in dieser Frage von ihrem Parteifreund zu distanzieren.. „Wir brauchen bei diesem Thema den Schulterschluss des gesamten Rates, um deutlich zu machen, dass der OB mit seinen Vorstellungen nach wie vor komplett isoliert ist, “ sagten die Koalitionsvertreter.

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld