Zukunft Naujoks: Peinliche Verlegenheitslösung

„Der Vorschlag des OB zur zukünftigen Organisation des SGB und insbesondere der neuen Aufgaben für Herrn Naujoks ist völlig unausgegoren“, sagte Fraktionssprecher Peter Finger. „Er wirft mehr Fragen auf, als er Antworten gibt“.Auf der einen Seite werde Naujoks als SGB-Chef entmachtet, weil dem OB ganz offensichtlich das Vertrauen dafür fehle, dass Naujoks hier noch effektive Arbeit leisten könne, andererseits rücke der bestbezahlte Mann der Verwaltung jetzt in das direkte Umfeld des OBs, wo er offenbar unter dessen direkter Aufsicht zukünftig Sonderaufgaben erledigen solle, die bisher allesamt im SGB selber erledigt werden sollten.„Das Ganze ist eine Konsequenz der widersprüchlichen Entscheidung des OB vom Montag, Naujocks in der Verwaltung zu halten, obwohl er ihm die Erledigung der Aufgabe, für die er eigentlich angestellt und bezahlt ist, nicht mehr zutraut,“ sagte Finger. „Das Ergebnis ist eine peinliche Verlegenheitslösung“Auch das SGB selber werde durch die vom OB vorgeschlagene Lösung in seiner Schlagkraft geschwächt.„Dass die schwergewichtige Arbeit von Naujoks jetzt von dessen bisherigem Stellvertreter mit Unterstützung des Amtsleiters für „Stadtreinigung und Abfallwirtschaft“ erledigt werden soll, und dies vom OB als Beitrag zur Steigerung der Effektivität der Verwaltungsarbeit angepriesen werde, erinnert eher an einen Beitrag in einem Satiremagazin, denn an einen ernsthaften Vorschlag,“ sagte Finger. „Ernst nehmen kann man das nicht. Wir fordern den OB nachdrücklich auf, eine Trennung von Naujoks durchzusetzen, gemeinsam mit dem Rat ein Konzept für ein schlagfähiges SGB zu entwickeln und seinen Vorschlag umgehend zurückzuziehen.“

 

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