Zum Umgang mit dem Metropol-Urteil – Schreiben an die OB

Zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes in Sachen Metropol haben die Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Rat der Stadt Bonn, Doro Paß-Weingartz und Karl Uckermann das folgende Schreiben an Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann gerichtet:

 

 

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,das Bundesverwaltungsgericht hat bedauerlicherweise die Revision des Urteils gegen den Denkmalschutz des Metropoltheater nicht zugelassen.Diese letztendliche Entscheidung zum Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster hat nach Ansicht von Experten nachteilige Konsequenzen für den Denkmalschutz im Allgemeinen.Nicht nur unsere Fraktion hält diese Entscheidung für falsch.Tausende von Bonner Bürgerinnen und Bürger haben durch ihre Unterschrift zum Bürgerbegehren „RETTET DAS METROPOL“ bekundet, dass sie das Metropol als Denkmal ansehen und erhalten wollen.

 

Dieses Begehren wartet noch immer auf eine Entscheidung des Rates der Stadt Bonn, weil die formale Entscheidung in der Ratsitzung am 18.6.2008 von der Tagesordnung abgesetzt wurde.

 

Der Rat der Stadt Bonn muss dem bürgerschaftlichen Engagement der Bürgerinnen und Bürger den nötigen Respekt zollen, indem er sich formal korrekt abschließend mit dem Bürgerbegehren befasst, dem immerhin 16 299 Bürgerinnen und Bürger beigetreten sind.Die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN fordert Sie daher auf, die am 18.6.2008 von der Tagesordnung abgesetzte und so formal lediglich vertagte Befassung des Rates mit dem Bürgerbegehren „RETTET DAS METROPOL“ auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung zu setzen.

 

Zusätzlich bitten wir wegen des öffentlichen Interesses an der Frage, wie der verbliebene Denkmalschutz der Fassade des Gebäudes gesichert wird, die Gremien der Stadt Bonn vor Erteilung einer Baugenehmigung darüber zu informieren.gez. Doro Paß Weingartz (Fraktionsvorsitzende)gez. Karl Uckermann (Fraktionsvorsitzender)

 

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