ZUR REICHSPOGROMNACHT VOR 79 JAHREN: BONNER GRÜNE GEGEN DAS VERGESSEN DER GESCHICHTE

Wer erinnert sich heute noch daran, wie in der Nacht vom 9. auf den
10. November 1938 das Modegeschäft der Familie Meyer in der Bonngasse
10 oder die Tuchhandlung der Familie Seligmann in der Poststr. 20 oder
das Schuhgeschäft der Familie Speyer in der Wenzelgasse 2 zerstört
wurden? Wie viele andere Geschäfte jüdischer Mitbürger, fielen auch
diese Geschäfte dem Naziterror der Reichspogromnacht zum Opfer. Das
ist inzwischen nun schon 79 Jahre her und die Zeitzeugen, die diese
Gräueltaten auf dem Weg in den Nationalsozialismus miterlebt haben,
werden immer weniger.

Grund genug für den Kreisverband von Bündnis 90/Die GRÜNEN, an diese
historischen Ereignisse zu erinnern. „Die Taten der Nazis, aber auch
von vermeintlich anständigen Bürgern, sind Teil der Bonner
Geschichte und wir dürfen sie nicht vergessen“ sagt Andrea Bauer,
Vorstandssprecherin der Bonner Grünen. „Es ist unsere
Verantwortung, dass sich derartig schlimme Ereignisse nicht
wiederholen und in unserer Gesellschaft kein Boden für solche
Gräueltaten bereitet wird.“

Aus Sicht der Bonner Grünen haben die Bogida Demonstrationen vor
knapp 3 Jahren gezeigt, wie real die Gefahr von rechts ist. Dazu Bauer
mit Ihrem Sprecherkollegen Harald Klinke: „Wir sind froh, dass die
Bogida Bewegung am entschlossenen Widerstand der Bonner Bürger*innen
gescheitert ist.“ Umso schlimmer ist aus Sicht der Bonner Grünen,
dass 7,33% der Bonner Wähler*innen am 24.09.2017 bei der
Bundestagswahl für die AfD gestimmt haben, eine Partei, in der sich
Leute tummeln, wie bspw. Björn Höcke, der das Holocaust Mahnmal in
Berlin „eine Schande“ nennt oder Wilhelm von Gottberg, der den
Holocaust als „Mythos“ bezeichnet.

Die Bonner Grünen wenden sich entschieden gegen jede Form des
Vergessens und Verfälschens der Deutschen und der Bonner Geschichte.
Das Grüne Sprecher-Team stellt klar: „Jeweils um die 1.000
Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland in den Jahren
2015 und 2016 sind insbesondere vor dem Hintergrund unserer Geschichte
erschütternd. Unsere Antwort darauf ist das entschlossene Eintreten
für eine tolerante und offene Gesellschaft sowie gegen
Diskriminierung, Hass und Intoleranz“.

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