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Die Bonner Grünen fordern NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) auf, sich mit der Entstehungsgeschichte der geplanten S-Bahn S13 zu beschäftigen, ehe er weiter Schaden für die Region Bonn/Rhein-Sieg herbeiredet. Wittke weigert sich derzeit den vertraglich zugesicherten Bau und Betrieb der neuen rechtsrheinischen S-Bahnlinie zu bestätigen.
Grünen-Fraktionssprecher Karl Uckermann: ?Die S13 wurde der Region zugesagt, nachdem auf Bundes- und Landesebene 250 Millionen Euro für Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen im Bonn/Berlin-Ausgleich vorgesehen waren. Diese wurden zum Bau der Flughafenschleife der Bahn umgelenkt. Damit hat die Stadt Köln faktisch einen großen Teil der Ausgleichsmaßnahmen für sich buchen können, weil nur sie dadurch einen direkten Bahnanschluss an den Flughafen bekommen hat.
Der Bau der Flughafenschleife war seinerzeit von den Bonner Grünen als verkehrspolitischer Unsinn angesehen worden. Wie gut hätten 250 Millionen Euro für sinnvollere Verkehrsprojekte in der Region eingesetzt werden können. Wenn davon aber nur noch der Brosamen einer zusätzlichen Gleistrasse für den Nahverkehr nach Bonn übrig bleibt, lassen wir uns darum nicht auch noch betrügen!
Da in Bonn derzeit berechtigterweise breit über den Bahnlärm diskutiert wird, muss außerdem darauf hingewiesen werden, dass der Bau der S 13 mit Lärmschutzmassnahmen für die von Güterzügen vielbefahrene rechtsrheinische Bahnstrecke verbunden wäre.
Die CDU in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis sollte nicht nur in der hiesigen Regionalpresse für schönes Bahn-Wetter beten, sondern endlich ihren CDU-Landesminister dazu bewegen, zu einer vertragstreuen Politik zurück zu kehren.?